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MASTER Germanistik

Der Master-Studiengang Germanistik baut auf den Grundlagen des BA-Studiums auf und ermöglicht innerhalb von vier Semestern eine fachwissenschaftliche Vertiefung sowie gezielte Spezialisierung in einem der drei germanistischen Teilgebiete Sprachwissenschaft, Mediävistik und Neuere deutsche Literaturwissenschaft.

Die Forschungsschwerpunkte der Erlanger Germanistik finden auch im Lehrprogramm des Masters ihren Niederschlag. Zu diesen Schwerpunkten gehören bei der Sprachwissenschaft Grammatik, Lexikographie, Historische Sprachwissenschaft mit Schwerpunkt auf dem Frühneuhochdeutschen, Variationslinguistik und Korpuslinguistik, bei der Mediävistik die althochdeutsche Literatur, digitale Philologie und digitale Edition sowie kulturhistorische und komparatistische Ansätze in der mediävistischen Literaturwissenschaft, und bei der neueren deutschen Literaturwissenschaft die Literatur und Kultur der Gegenwart, die Literatur und Kultur der Frühen Neuzeit und komparatistische Literaturwissenschaft.

Ein Teilzeitstudium soll zum Wintersemester 2021/22 möglich werden.

Der Masterabschluss eröffnet Berufsfelder in der wissenschaftliche Forschung (Promotion, Mitarbeit in Forschungsprojekten) und Wissenschaftsorganisation (Projektmanagement, Öffentlichkeitsarbeit) und ist berufsqualifizierender Abschluss für eine Tätigkeit im Medien-, Verlags-, Bibliotheks-, Kultur-, Beratungs- und Weiterbildungsbereich.

Struktur des Studiengangs

1. Sem. (WS/SS) drei Pflichtmodule (Phase 1)
Modul Sprachwissenschaft (10 ECTS):
I LING Sprachnorm und Variation
Modul Mediävistik (10 ECTS):
I MED Systematische Aspekte mittelalterlicher Literatur
Modul Neuere dt. Literatur (10 ECTS):
I NDL Systematische Aspekte neuerer deutscher Literatur
Jedes dieser drei Module besteht aus einem Master-/Hauptseminar und einer Übung oder einer Vorlesung. Aus den für die einzelnen Module angebotenen Veranstaltungen kann frei gewählt werden. Prüfungsleistung ist Referat+Hausarbeit in einem der drei Seminare nach freier Wahl und jeweils eine wissenschaftliche Präsentation in den zwei anderen Seminaren.
2./3. Sem. (SS) drei Wahlpflichtmodule, frei kombinierbar (Phase 2a)
drei Module Sprachwissenschaft zur Auswahl (je 10 ECTS):
II LING 1 Linguistische Methoden und Theorien, II LING 2 Historische Linguistik, II LING 3 Grammatiktheorie, Lexikontheorie und ihre Anwendung (auch aus DaF-Perspektive) oder II LING 4 Lektüremodul
drei Module Mediävistik zur Auswahl (je 10 ECTS):
II MED 1 Kulturwissenschaft, II MED 2 Komparatistik oder II MED 3 Lektüremodul
drei Module Neuere dt. Literatur zur Auswahl (je 10 ECTS):
II NDL 1 Kulturwissenschaft, II NDL 2 Komparatistik oder II NDL 3 Lektüremodul
Drei Module können frei gewählt werden, auch aus verschiedenen Teilgebieten. Mindestens zwei Module müssen Seminarmodule sein, die aus einem Master-/Hauptseminar und einer Übung oder einer Vorlesung bestehen; das dritte Modul kann ein Lektüremodul sein. Prüfungsleistung ist Referat+Hausarbeit in zwei Seminaren. Falls als drittes Modul ein Lektüremodul gewählt wird, ist die im Modulhandbuch dafür vorgesehene Prüfungsleistung zu erbringen; falls als drittes Modul ein weiteres Seminarmodul gewählt wird, ist es mit einer wissenschaftlichen Präsentation abzuschließen.
3./2. Sem. (WS) drei Wahlpflichtmodule aus demjenigen Teilgebiet, in dem auch die Master-Arbeit abgelegt wird (Phase 2b)
Seminarmodul in einem der drei Teilgebiete (10 ECTS):
III LING 1a Sprachvariation – Sprachkontakt – Vergleichende Linguistik der germanischen Sprachen, III LING 1b Lexikographie und Lexikologie (Sprachwissenschaft), III MED 1 Literaturgeschichte Ältere deutsche Literatur (Mediävistik) oder III NDL 1 Neuere deutsche Literaturgeschichte
Oberseminar in einem der drei Teilgebiete (5 ECTS):
Projektmodul in einem der drei Teilgebiete (15 ECTS): universitätsexternes oder -internes Praktikum
4. Sem. (SS/WS) ein Wahlpflichtmodul (Phase 3)
Betreute Master-Arbeit (Kolloquium) in einem der drei Teilgebiete und mündliche Abschlussprüfung (30 ECTS)

Studierende, die ihr Studium im Sommer beginnen, absolvieren die Module der Phasen 2a und 2b in umgekehrter Reihenfolge. 2a wird nur im Sommer angeboten, 2b nur im Winter.

Mit der neuen Prüfungsordnung ab WiSe 2020/21 ist der Aufbau des Masterstudiums erheblich flexibilisiert worden. Im Umfang von 10–30 ECTS dürfen Module nach freier Wahl aus dem Fachspektrum der Philosophischen Fakultät belegt werden (Extradisziplinäre Module). Das erlaubt eine zusätzliche fachliche Profilbildung und erleichtert ein Doppelstudium.

1. Semester
Fachmodul (10 ECTS)
mit Prüfungsleistung Hausarbeit
Fachmodul (10 ECTS)
mit Prüfungsleistung Wissenschaftliche Präsentation
Fachmodul (10 ECTS)
mit Prüfungsleistung Wissenschaftliche Präsentation

oder

Lektüremodul (10 ECTS)

oder

Extradisziplinäres Modul (10 ECTS)
2. Semester
Fachmodul (10 ECTS)
mit Prüfungsleistung Hausarbeit
Workshop (5 ECTS)
Projektmodul (5 ECTS)
Fachmodul (10 ECTS)
mit Prüfungsleistung Wissenschaftliche Präsentation

oder

Lektüremodul (10 ECTS)

oder

Extradisziplinäres Modul (10 ECTS)
3. Semester
Profilmodul (10 ECTS)
mit Prüfungsleistung Hausarbeit
Oberseminar/Kolloquium (5 ECTS)
Projektmodul (5 ECTS)
Extradisziplinäres Modul (10 ECTS)
4. Semester
Masterarbeit (25 ECTS) und mündliche Abschlussprüfung (5 ECTS)

Modultypen:

  Fachmodule: Germanistische Fachmodule bestehen aus einem Master-/Hauptseminar und einer Übung oder einer Vorlesung/Kolleg. Angeboten werden (nicht in jedem Semester, aber innerhalb eines Jahres)
  • von der Germanistischen Linguistik: „Sprachnorm und Variation“, „Methoden der Linguistik – empirisch, formal und computergestützt“, „Historische Linguistik“, „Deutsch als Fremdsprache: Grammatik und Lexikon“, „Sprachvariation – Sprachkontakt – Kontrastive Linguistik“, „Lexikographie und Lexikologie“,
  • von der Literaturwissenschaft: „Klassiker“, „Literatur und Gesellschaft“, „Literatur und Medien“, „Literatur und Wissen“, „Vermittlung und Edition von Literatur“, „Literaturtheorie“ (jeweils mit neugermanistischen oder mediävistischen Seminaren).

Jedes dieser Module kann nur einmal im Rahmen des Masterstudiengangs belegt werden. Wenn die verpflichtenden Fachmodule des ersten Semesters aus demselben Teilfach gewählt werden, darf ein drittes Fachmodul nur einem anderen Teilfach angehören. Es wird empfohlen, mit den Modulen des ersten Semesters zwei verschiedene Teilfächer der Germanistik abzudecken.

  Das Profilmodul im 3. Semester entspricht im Aufbau den Fachmodulen; es wird von der Germanistischen Linguistik, der Neueren deutschen Literaturwissenschaft und der Germanistischen Mediävistik angeboten. Entsprechend der Wahl wird damit zugleich der Studienschwerpunkt festgelegt.
  Lektüremodule ermöglichen ein angeleitetes Selbststudium zu einem individuell gewählten Thema.
  Extradisziplinäre Module sind Module außerhalb der Germanistik. Wählbar sind Module aller Fächer der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie, mit Ausnahme der Psychologie. Die Art der Prüfungsleistung wird von den jeweiligen Modulen vorgegeben.
  Der Workshop ist eine gemeinsame Lehrveranstaltung mehrerer Lehrender, auch unter Einbeziehung von Gastdozenten, die den gesamten Studiengang zu einem intensiven Austausch über ein teilfachübergreifendes Thema zusammenführt.
Das Oberseminar/Kolloquium führt die fortgeschrittenen Studierenden eines Teilfachs zusammen, um entstehende Abschlussarbeiten zu diskutieren bzw. die Themenfindung zu unterstützen.
  Im Rahmen des Projektmoduls absolvieren die Masterstudierenden ein wissenschaftliches Praktikum bei einem Forschungsprojekt oder ein berufsorientiertes Praktikum bei einer außeruniversitären Einrichtung bzw. einer Firma (insgesamt 200 Std.). Der Gesamtumfang des Projektmoduls kann sich bei Bedarf aus mehreren kürzeren Praktika zusammensetzen. Der Zeitpunkt des Praktikums ist nicht fest an ein bestimmtes Fachsemester gebunden.

Bewerberinnen und Bewerber weisen ein abgeschlossenes erstes Hochschulstudium (Bachelor oder mindestens gleichwertiger Abschluss) mit einem germanistischen Hauptfach oder ein abgeschlossenes vertieftes Lehramtsstudium mit dem Hauptfach Germanistik nach. Als Gesamtnote des vorgängigen Hochschulabschlusses genügt ein mindestens „gut“ (2,5); bei einer Gesamtnote von 2,51 bis 3,00 absolvieren die Bewerberinnen und Bewerber ein individuelles Aufnahmegespräch. Für eine Bewerbung im laufenden Abschlusssemester des BA-Studiums reicht der Nachweis von 140 ECTS-Punkten aus.

Wichtig: Bewerberinnen und Bewerber, die keinen deutschen Studienabschluss oder die deutsche Hochschulreife vorlegen können, benötigen den Nachweis der deutschen Sprachfertigkeit durch ein Zertifikat Deutsch C 2:GDS im europäischen Referenzrahmen oder äquivalent einen Nachweis der deutschen Sprachfertigkeit auf dem Niveau DSH-3 oder äquivalent ein Zertifikat TestDaF 5 oder äquivalent ein Zertifikat UniCert4. Dieser Nachweis muss bereits zum Zeitpunkt der Bewerbung vorliegen.

Ansprechpartnerinnen

Für Prüfungsangelegenheiten, inhaltliche Fragen

Prof. Dr. Sonja Glauch

Für Fragen zur Bewerbung aus dem Ausland

Ramona Beck

Weitere Informationen

Homepage des Masterbüros
Hinweise zur Onlinebewerbung
Modulkatalog
Zulassung und Stipendien