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Lit AM: Geschlecht und Literatur um 1800

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Zeit/Ort n.V.

Inhalt

Bei Geschlecht handelt es sich um eine universale, mithin die Lebenswelt eines jeden betreffende, Kategorie. Die ‚Geschlechterfrage‘ besitzt dabei eine lange kulturelle Tradition und ist bis heute Gegenstand kontroverser Diskussionen. Ihr (historischer) Wandel steht in einem reziproken Verhältnis zu anderen gesellschaftlichen, soziokulturellen, ökonomischen, politischen u.a. Prozessen. Die Literatur ist als Aushandlungsort von Geschlechterdiskursen zu betrachten, da in ihr entsprechende Konzepte konstruiert werden. In der Zeit um 1800, die gemeinhin als Umbruchsphase gilt, spielt die Frage der Geschlechter eine zentrale Rolle, die auch in der zeitgenössischen Literatur verhandelt wird. Das Seminar beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Geschlecht und Literatur um 1800. Dafür wird zunächst eine methodische Basis geschaffen: ausgewählte Gendertheorien sowie die literaturwissenschaftliche Geschlechterforschung sind Diskussionsgegenstand. Es folgt eine Auseinandersetzung mit dem historischen Wandel und zeitgenössischen Kontext der (Rollen)Verhältnisse von Mann und Frau bis und um 1800. Den Schwerpunkt bildet die literaturwissenschaftliche Textarbeit: Ausgehend von Geschlecht als Analysekategorie werden verschiedene literarische Texte aus der Zeit um 1800 untersucht (Goethe, Schiller, Friedrich und Dorothea Schlegel, Charlotte von Stein, Caroline von Wolzogen u.a.). Literaturhinweise und Seminarplan sind ab Vorlesungsbeginn auf StudOn verfügbar.

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Erwartete Teilnehmerzahl: 20