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M/SM: Textanfänge – oder die Kunst des Beginnens in der höfischen Epik

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

75703

  • Mo 10:00-12:00, Raum B 301

Prerequisites / Organizational information

Das Seminar beginnt bereits in der ersten Vorlesungswoche. Dieses Seminar wird auch als Bachelor-Hauptseminar im Vertiefungsmodul angerechnet.

Inhalt

"Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" oder aber die Kunst, die Aufmerksamkeit des Rezipienten auf eine neue Textwelt zu lenken. Der Prolog ist somit ein spezieller 'Mikrokosmus', der Einblick in die Erzählintention, die Textstruktur oder auch in die Erzählverfahren der beginnenden Romane und Novellen gibt. Anhand von rhetorischen Mitteln und wiederkehrenden Topoi werden wir daher Fragen diskutieren, inwiefern Textanfänge irritieren, informieren, poetische 'Lügen' legitimieren und/oder Quellenberufungen fingieren. Wir werden uns den rhetorisch-poetologischen Grundfunktionen des Prologs, dem dichterischen Selbstverständnis und rezeptionsästhetischen Fragen widmen (s. Rhetorik, Historische Semantik, Rezeptionsästhetik und Narratologie). Ausgehend von den Promythien der Novellen setzen wir uns mit den Finessen der Prologkunst mittelhochdeutscher 'Klassiker' auseinander (Gottfrieds Tristan|, Wolframs |Parzival|, Hartmanns |Iwein|, Konrads |Trojanerkrieg|, Wirnts |Wigalois|, |Herzog Ernst u.a.). Einbezogen werden auch nachklassische Erzählanfänge.

Eine hohe Lesebereitschaft erfordert die semesterbegleitende Lektüre mindestens eines mittelhochdeutschen 'Klassikers' vom Prolog bis zum Epilog.

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 20