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Prof. Dr. Stefan Schierholz

Department Germanistik und Komparatistik
Professur für Germanistische Linguistik mit dem Schwerpunkt Lexikographie

Raum: Raum B2 A1
Bismarckstraße 1
91054 Erlangen

Sprechzeiten:

  • Jede Woche Di, 11:30 - 12:30, Raum B2 A1,
  • in der vorlesungsfreien Zeit - Mo., 17.2.2020 und Mo., 23.3.2020 - nur nach Vereinbarung per Email

Biographie

  • Stefan Schierholz ist Absolvent der Halepaghenschule Buxtehude.
  • Studium an der Georg-August-Universität Göttingen in den Fächern Germanistik, Sport, Pädagogik, Linguistische Datenverarbeitung, Musikwissenschaft, Portugiesisch (1976-1982)
  • 1. Staatsexamen in den Fächern Germanistik, Sport und Pädagogik (1982) 2. Staatsexamen am Studienseminar für das Lehramt an Gymnasien I, Kassel, in den Fächern Deutsch und Sport (1985)
  • Promotion an der Georg-August-Universität Göttingen (1990). Dissertation: Lexikologische Analysen zur Abstraktheit, Häufigkeit und Polysemie deutscher Substantive
  • Projektleiter in einem computerlinguistischen Forschungsprojekt der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der Firma IBM sowie Gastwissenschaftler am Institut für Wissensbasierte Systeme der Firma IBM in Heidelberg (1989-1992)
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Anglistik/Amerikanistik an der Pädagogischen Hochschule Erfurt (1992-1997)
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Deutsche Philologie der Georg-August-Universität Göttingen (1997-2000). Habilitation an der Philosophischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen. Venia legendi: „Deutsche Philologie – Sprachwissenschaft“. Habilitationsschrift: Präpositionalattribute. Syntaktische und semantische Analysen
  • Vertretung einer Hochschuldozentur an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (2000-2001)
  • Verwaltung einer C 4-Professur an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (2001-2002)
  • Professor für Germanistische Linguistik mit dem Schwerpunkt Deutsche Gegenwartssprache am Institut für Germanistik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (seit 2003).

  • Kritische Grammatikographie

Corpusgestützte und empirisch ausgerichtete Grammatikforschung zur deutschen Gegenwartssprache mit dem Ziel, vorhandene Regeln und Regelungen an einer breiten Datenbasis zu prüfen.

  • Valenztheorie

Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt im Bereich der Substantivvalenz. Hier werden in vielfältiger Weise Verbindungen zur Lexikographie geschaffen, insbesondere zur Neukonzeption eines Valenzwörterbuchs für Substantive.

  • Präpositionen

Die Syntax und Semantik von Präpositionen ist im Bereich der abstrakt gebrauchten Präpositionen noch unzureichend erforscht. Vor allem das Zusammenspiel von Ansätzen aus der Cognitive Grammar und der Corpuslinguistik verspricht einen erheblichen Erkenntnisgewinn.

  • Corpuslinguistik

Seitdem für das Deutsche ausreichend große Textcorpora für linguistische Analysen zur Verfügung stehen, müssen viele linguistische Fragestellungen aufs Neue behandelt werden. Vor allem in der Lexikographie und der Grammatikographie zeigt sich, dass bestehende Regeln und Ergebnisse der empirischen Prüfung an umfangreichem Datenmaterial nicht immer standhalten können.

  • Lexikographie und Wörterbuchforschung

Neben der Lernerlexikographie für den Bereich „Deutsch als Fremdsprache“ spielen die mehrsprachige Lexikographie (Deutsch im Vergleich mit Englisch und Portugiesisch), die bilinguale Fachlexikographie (siehe WLWF) und die Kritische Wörterbuchforschung eine wesentliche Rolle.

Bücher

Herausgegebene Bände

Beiträge in Fachzeitschriften

Beiträge in Sammelwerken

vollständige Übersicht

  • Historische Landschaftslexikographie und Digitalisierung

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Laufzeit: 22. Mai 2019 - 25. Mai 2019
    Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

    Bezeichnungenfür Objekte der natürlichen Umgebung des Menschen, z.B. für Pflanzen und Geländeformen, sind ein wichtiger Zugang zurErforschung sprachlich manifestierter, kultur-und sozialhistorisch begründeter Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Europa.Die Interaktion mit der Umwelt als grundlegendes menschliches Verhaltensmuster spiegelt sich entscheidend auch imWortschatz wider. Die Wahrnehmung natürlicherUmgebungsobjekte durch den Sprachbenutzer erfolgt rückgebunden an dessenkulturellen, sozialen und individuellen Hintergrund, sodass bestimmte Parameter(z.B. Erscheinungsbild, wirtschaftliche Nutzbarkeit) stärker, andere weniger stark gewichtet werden. DieVersprachlichung der physischen Umwelt lässt somit auch „Schlüsse überWahrnehmungskonzepte“ sowie Gestaltungskonzepte zu. Über die Auswertung lexikographischerRessourcen für verschiedene Sprachen und in diachroner Perspektive bestehtZugriff auf ein umfangreiches Inventar an Informationen, das in der strukturierten Zusammenschau kulturhistorisch bedeutsameErkenntnisse über Zusammenhänge, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Wortschätzen des Bereichs „Landschaft“ verschiedener Sprachen ermöglicht.

    Eswird insbesondere die sprachübergreifend bzw.europäisch-onomasiologische Ausrichtung der Arbeit gestärkt und in ihren theoretischenGrundlagen erweitert. Für die Darstellung etymologisch verwandter Ausdrückewird das von A. Villalva entwickelte Artikelkonzept„European Roots“ vorgestellt und dessen Nutz- und Erweiterbarkeit fürdie Arbeit von LandLex zur Diskussion gestellt. Ein weiteres Ziel ist dieEtablierung einer deutlichen kulturhistorischen Komponente, z.B. mithilfe derUntersuchung von Sprachkontakten, die sich in parallelen Ausdrücken oderLehnbildungen widerspiegeln (z.B. Wörter deutscher bzw. niederdeutscherHerkunft im Estnischen wie mariienbluum, vgl. Marienblume oder maarjalill,adaptiert: Maarja ← Maria, lill ‚Blume‘).

  • Wörterbücher für die Zukunft – Die Zukunft der Wörterbücher
    Herausforderungen an die Lexikographie in einer digitalen Gesellschaft

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Laufzeit: 26. November 2018 - 28. November 2018
    Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

    In einer sich extrem schnell verändernden, globalen und digitalenGesellschaft ist zu hinterfragen, welchen Status Wörterbücher heutzutage (noch)innehaben. Wie werden sie von der Gesellschaft wahrgenommen und im Prozess derKulturvermittlung benutzt? Wer ist verantwortlich für das in ihnen enthalteneWissen und ihre Qualität? Welche lexikographischen Ansätze stehen imMittelpunkt der Wissenschaft und wohin entwickelt sich das Verlagswesen? Nimmtdie Gesellschaft aktiv an dieser Entwicklung teil? Dies sind einige der Fragen,die im Mittelpunkt der deutsch-italienischen Gespräche stehen und denen ausverschiedenen Perspektiven nachgegangen werden soll.

  • WSK-1 Grammatik: Formenlehre und Syntax. Ein Lern- und Konsultationswörterbuch

    (Projekt aus Eigenmitteln)

    Laufzeit: 1. April 2005 - 31. März 2020

    WSK-1 wird innerhalb der Fachwörterbuchreihe „Wörterbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft“ in zwei Teilbänden (Formenlehre, Syntax) von Stefan J. Schierholz und Pál Uzonyi herausgegeben. Es handelt sich um ein alphabetisches und teilbilingualisiertes terminologisches Fachwörterbuch, das als Adressaten in erster Linie Studierende sieht und bei der Textrezeption und fachbezogenen Information behilflich sein soll. Von insgesamt ca. geplanten 4500 Artikeln sind über 4000 Artikel bereits online erschienen. 

  • Germanistische Institutspartnerschaft mit der Ivan Franko Universität Lwiw (Lemberg) in der Ukraine

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Laufzeit: 1. August 2004 - 31. Dezember 2017
    Mittelgeber: Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)

    Die Ziele des GIP-Programms waren dieStärkung und der Ausbau der dortigen Germanistik, die Ergänzung undModernisierung der Lehre, die Unterstützung der Curriculum-Reform in der UkrainischenGermanistik, die Förderung junger ukrainischer WissenschaftlerInnen, dieWeiterbildung ukrainischer GermanistInnen, gemeinsam durchgeführteForschungsvorhaben, die Förderung des Studierendenaustausches, die Integrationder Lwiwer Germanistik in die europäische Fachkultur und eine verbesserteAußendarstellung der Lwiwer Germanistik. Diese Ziele sind im Projektzeitraumweitgehend erreicht worden. Es gab einen personellen Austausch mit etwa 50Reisen von fast 25 Dozenten nach Lwiw, ca. 60 ukrainischen Doktoranden nachErlangen, über 60 Reisen von Dozenten nach Erlangen sowie fast 50 mehrwöchigeAufenthalte Studierender in Erlangen und von 20 Tutoren in Lwiw. Darüber hinausist die dortige germanistische Bibliothek zu einer landesweit führendenausgebaut worden, ist moderne Hardware geliefert worden, sind in Kooperationaktuelle Lehrwerke erstellt worden und sind zahlreiche Stipendien an Nachwuchswissenschaftlerdurch andere Geldgeber unterstützt worden. 

  • Die portugiesischen Äquivalentangebote zur Terminologie im "Wörterbuch zur Lexikographie und Wörterbuchforschung" (WLWF)

    (Projekt aus Eigenmitteln)

    Laufzeit: 1. August 1999 - 31. Oktober 2019

    Das „Wörterbuch zur Lexikographie und Wörterbuchforschung“ ist einSpezialwörterbuch im Fach, das sich an Experten wendet und bei dem die Lemmata inneun Sprachen übersetzt werden. Zusammen mit Prof. Dr. Rute Costa (Lissabon)wird seit 1999 die Terminologie für das Portugiesische neu entwickelt. EinFachwörterbuch zur Wörterbuchforschung gibt es im Portugiesischen bisher nicht.In der Terminologie wird nahezu vollständig Neuland betreten. Bislang sind zweiBände (A-C, E-H) erschienen. Die Buchstabenstrecken I - Z sowie sämtliche Register werden in 2019 publiziert. Das Projekt ist damit nach zwanzig Jahren erfolgreich abgeschlossen.

  • Konstruktionen zur Valenz der Substantive

    (Projekt aus Eigenmitteln)

    Laufzeit: 1. Januar 1995 - 31. Dezember 2015

    Ausgehend von dem internationalen Forschungsprojekt„Regierte Präpositionen“ (mit der Universidade Nova de Lisboa (Portugal); Förderungdurch den DAAD) ist von 1996 bis 1998 das Forschungsprojekt„Präpositionsvalente Substantive. Trilinguale Grundlagenforschung zumDeutschen, Englischen und Portugiesischen“ (Förderung durch das ThüringischeMinisterium für Wissenschaft, Forschung und Kultur) geleitet worden. In derProjektarbeit sind auf der Basis umfangreicher deutschsprachiger Textcorpora etwa9000 Substantive, die eine oder mehrere Präpositionen regieren können, zusammenmit den notwendigen syntaktischen, semantischen und stilistischen Angaben sowieausgewählten Belegen extrahiert worden. Von 2007 bis 2015 sind die Daten zumDeutschen ergänzt, überarbeitet und aktualisiert worden. Als Resultat stehen zu1702 Substantiven, die Präpositionen regieren, ausgewählte lexikographische Angabenauf dem Erlanger Portal ERLINGO (Erlanger Linguistik Online; http://www.erlanger-linguistik-online.uni-erlangen.de/). Die Adressaten sind in erster Linie Fremdsprachler, da es vergleichbareDaten zur Valenz von Substantiven des Deutschen weder in Lernerwörterbüchernnoch in Online-Informationssystemen gibt. Ein Ausbau des Datenangebots istvorgesehen.

Lyubomyr Matsekh-Ukrayinskyy

Adjektivvalenz und präpositionale Komplemente : eine framebasierte Untersuchung zu Syntax und Semantik der präpositionalen Komplemente bei Adjektiven (Sprache: System und Tätigkeit 66).

Frankfurt/M. 2017.

 

Alexander Wolf Windeck

Kategorisierungsmodelle und Prototypizität bei Abstrakta. Eine empirische Untersuchung zur Kategorienkohärenz von Nomina Abstrakta

Berlin 2019

 

Khrystyna Lettner

Die Beispielangaben in der ein- und zweisprachigen pädagogischen Lexikographie des Deutschen. Zur Theorie des lexikographischen Beispiels

erscheint in Lexicographica. Series Maior. Berlin

 

Maria Schädler

Der Kopula-Prädikativ-Komplex

 

Christian Rink

Bilinguale Lexikographie Chinesisch-Deutsch

 

Wiebke Blanck

Textbegriff und Bedeutungsangaben

 

Ahmed Mahmoud

Kollokationen in Wörterbüchern

 

Mermoz Kouassi

Zum lexikographischen Prozess

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