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Prof. Dr. Dirk Niefanger

Foto: Glasow

  • Organisation: Department Germanistik und Komparatistik
  • Abteilung: Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur mit systematischem Schwerpunkt
  • Telefonnummer: +49 9131 85-29355
  • Faxnummer: +49 9131 85-29323
  • E-Mail: dirk.niefanger@fau.de
  • Webseite:
  • Adresse:
    Bismarckstrasse 1
    91054 Erlangen
    Raum B5A2
  • Sprechzeiten:
    im WS 18/19 jeweils Mi 13-15 Uhr (Anmeldung erwünscht im Sekr. B5A3, tel. 09131/85-22424, per mail, od. auf Liste am Schw. Brett neben B5A3)

1981 Studium der Germanistik, Philosophie, Soziologie und Politikwissenschaft in Tübingen und Wien
1988 Staatsexamen an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen
1992 Promotion an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen
1992 bis 2002 wissenschaftlicher Mitarbeiter, Assistent (C 1) und Oberassistent (C 2) an der Georg-August-Universität Göttingen
1999 Habilitation an der Georg-August-Universität Göttingen
2000 Lehrstuhlvertretung an der Humboldt-Universität zu Berlin
2002 Ruf auf eine Professur für Neuere deutsche Literatur (C 3) an der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig
2003 Professur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft (C 4) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
2013 bis 2015 Prodekan der Philosophischen Fakultät

  • Kultur der Frühen Neuzeit, besonders Barockliteratur
  • Literatur der Klassischen Moderne (1890 bis 1933), besonders der Wiener Moderne
  • Literaturtheorie, besonders Gattungstheorie, Autorschaftstheorie sowie Poetik und Rhetorik der Frühen Neuzeit
  • Drama, Dramentheorie, Theatergeschichte der Frühen Neuzeit
  • Gegenwartsliteratur, insbesondere Popliteratur
  • Futurologien

Bücher

Monographien

Andere / O.A.

  • Niefanger, Dirk. Barock. Stuttgart, Weimar: Metzler, 2012.

Beiträge in Fachzeitschriften

Originalarbeiten

Review-Artikel

Andere / O.A.

Beiträge in Sammelwerken

Originalarbeiten

Fallstudien

Buchkapitel

Beitraege in Handbüchern

  • Niefanger, Dirk. "Carolus Stuardus (A-Fassung)." Gryphius-Handbuch Ed. Nicola Kaminski, Robert Schütze, Berlin, Boston: De Gruyter, 2016. 221-232.

Aufsätze

Andere / O.A.

Herausgegebene Bände

Bücher

Quelleneditionen

Andere / O.A.

Sonstige

Zeitungsartikel

vollständige Übersicht (pdf)

  • Keywords for Critical Futures Studies
    (Projekt aus Eigenmitteln)
    Laufzeit: 01.04.2017 - 01.04.2020
    Buchprojekt des Forschungsschwerpunkts "Wissen - Zeitlichkeit - Kulturvergleich"
  • Forschungspartnerschaft zur Komödie im 18. Jahrhundert
    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Laufzeit: 08.03.2016 - 31.12.2016
    Mittelgeber: Bayerische Forschungsallianz (BayFOR)
  • Historisch-kritische Edition und Kommentar der Werke von Julius Wilhelm Zincgref, Bd. V/2: Deutsche politische Schriften
    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Laufzeit: 01.01.2015 - 01.01.2018
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: https://zincgref.repositorium.gf-franken.de/
    Im Rahmen der historisch-kritischen Werkausgabe sollen die deutschsprachigen politischen Schriften Julius Wilhelm Zincgrefs erstmals wissenschaftlich ediert und umfassend kommentiert werden. Der bedeutende Heidelberger Autor ist im direkten Umfeld von Martin Opitz und damit im Zentrum der literarischen Reformbemühungen um 1620/30 angesiedelt. Er fungierte zu seiner Zeit als einer der wichtigsten Vermittler literarischer Formen aus den 'fortschrittlicheren' romanischen Kulturen in die noch 'unterentwickelte' deutschsprachige Bildungsliteratur. Das Korpus besteht aus Texten geringeren Umfangs zu unterschiedlichen, i.d.R. aktuellen Themen von öffentlichem Interesse, die - deskriptiv, satirisch, polemisch oder auch appellativ - politische und militärische Ereignisse bzw. kulturelle und soziale Prozesse der Frühphase des Dreißigjährigen Krieges in Augenschein nehmen. Damit rücken sie die 'politische' Dimension des Zincgrefschen Schaffens in den Mittelpunkt, die von der Wissenschaft bisher nur unzureichend wahrgenommen worden ist. Die Flugblätter und Flugschriften dokumentieren die Positionierungen eines an der Schwelle zwischen späthumanistischer und frühbarocker Periode angesiedelten Autors zu zentralen Ereignissen seiner Zeit, der - anders als die meisten seiner kanonisierten (nämlich lutherischen) Zeitgenossen - eine dezidiert reformierte Sicht auf die Dinge vertritt. Im Unterschied zum gängigen zeitgenössischen Kleinschrifttum wurden die Politica Zincgrefs zeitgenössisch breit rezipiert, was sich nicht zuletzt in der mehrfachen (z.T. vielfachen) Auflage und entsprechenden inhaltlichen und formalen änderungen und Anpassungen innerhalb der einzelnen Ausgaben niederschlug. Zincgrefs Politica zeigen die große Spannbreite literarischer Genres und Verfahren sowie frühjournalistischer Darstellungsweisen und rhetorischer Muster, die einem akademisch gebildeten und in der gelehrten Welt etablierten Schriftsteller zur Verfügung standen. Sie wurden wirkungspoetisch kalkuliert in informativer, polemischer und persuasiver Absicht eingesetzt. Aufgrund ihrer Anspielungsdichte bedürfen die Texte dringend einer detaillierten Kommentierung und Kontextualisierung, die nicht nur literaturgeschichtliche, sondern darüber hinaus auch historische Spezialkenntnisse erfordert. Methodisch orientiert sich das editorische Vorhaben am Muster der drei bislang erschienenen, von der DFG geförderten Bände der Werkausgabe. Neu ist der Einsatz des Stilometrieverfahrens, das durch eine quantitative Stilanalyse die Möglichkeit eröffnet, nichtautorisierte Schriften mit höherer Wahrscheinlichkeit einem Verfasser zuzuschreiben. Der Anwendung dieses EDV-gestützten Verfahrens (in Zusammenarbeit mit dem Würzburger Lehrstuhl für Computerphilologie und Neuere Deutsche Literaturgeschichte) kommt insofern Modellcharakter zu, als seine Leistungsfähigkeit bislang noch nicht an Texten der Frühen Neuzeit erprobt werden konnte.
  • (Lese-)Drama der Frühen Neuzeit (1500-1775)
    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Laufzeit: 01.01.2013 - 30.09.2017
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    Das Forschungsprojekt befasst sich mit einer medienhistorischen Konstellation in einer kulturgeschichtlichen Umbruchsphase: Es untersucht die Entstehung und frühe Entwicklung des Lesedramas in seiner Beziehung zum sich gleichzeitig professionalisierenden Theater der Frühen Neuzeit. Ausgehend von einem differenzierten Begriff 'Lesedrama' setzt es sich kritisch mit der gängigen Forschungsmeinung auseinander, im Bereich des Dramas herrsche ein Primat der Aufführung und der Dramentext sei nur eine "Schwundstufe" zu diesem. Gezeigt werden soll hingegen, dass gedruckte Dramentexte schon seit der Renaissance als selbstständige Medien, nämlich als 'Lesedramen' mit spezifischen Dispositiven anzusehen sind. Wesentlich für das Verständnis von Dramen der Frühen Neuzeit erscheint insofern ihre Druckperformanz. Denn sie zeigt eine spezifische historisch verortbare ästhetik der in Schrift gesetzten Theaterszene. Bestritten wird dabei nicht, dass beim Lesen von Dramen mögliche Aufführungen antizipiert werden und dass genau darin eine zentrale Rezeptionsweise von gedruckten Schauspielen liegt. In Frage gestellt wird auch nicht, dass durch solche Texte Inszenierungen in gewissem Rahmen archiviert werden können. Durch das Projekt soll aber nachgewiesen werden, dass die ästhetik des gedruckten Buchkunstwerks -- des Textensembles 'Drama' -- in diesen Funktionen nicht aufgeht, schon gar nicht in der Frühen Neuzeit. Gerade die frühen Dramendrucke offenbaren eigene Dispositive und eine Vielzahl spezifischer Gestaltungsmuster, mit denen sie sich als eigene Printgattung präsentieren. Das medien- und kulturgeschichtliche Projekt will nachweisen, dass seit Beginn des Buchdrucks Dramentext und Theateraufführung als aufeinander bezogene Schwestermedien gesehen werden müssen und dass die meisten Dramen der Frühen Neuzeit primär als 'Lesedramen' anzusehen sind, auch wenn sie selbst so nicht genannt wurden.
  • Arbeitsgruppe Diversität historisch
    (Projekt aus Eigenmitteln)
    Laufzeit: 01.01.2013 - 01.01.2016
    „Diversity“ hat Konjunktur. In den Massenmedien taucht der Begriff in den letzten Jahren regelmäßig im Zusammenhang mit wirtschaftlichen und bildungspolitischen Fragestellungen auf. Dabei geht es insbesondere um die Gleichstellung von Mann und Frau, Inklusionsfragen sowie um Vor- und Nachteile von Diversität bei der Zusammenstellung von Teams oder Schulklassen. Häufig wird dabei die Auffassung vertreten, dass Verschiedenheit hinsichtlich der Kategorien Alter, Geschlecht, Ethnie, Religion oder sexuelle Orientierung grundsätzlich anzuerkennen und konstruktiv zu nutzen sei. Im Gegensatz zu einem solch normativen Verständnis verwenden wir „Diversität“ als einen heuristischen Begriff, der ein historisch wandelbares System von Differenzierungen bezeichnet.

    Die Auseinandersetzung um „diversity“ wurde in den vergangenen Jahren auch verstärkt in der wissenschaftlichen Debatte aufgegriffen. Eine Grundüberlegung des sozial- und kulturwissenschaftlichen Diskurses ist, dass Konstruktionen von Differenz oft zu sozialer Diskriminierung führen, „diversity“ hingegen das Ziel sozialer Gleichheit bei Anerkennung von ethnischer, religiöser und geschlechtlicher Vielfalt beinhalte.

    Anknüpfend an diese Debatte diskutieren wir im Rahmen einer interdisziplinären Arbeitsgruppe, welche historischen Konstellationen von Diversität es gab und welche Konsequenzen diese hatten. Dabei gehen wir davon aus, dass Diversität gesellschaftlich konstruiert wird und damit historischem Wandel unterliegt. Dies geschieht durch Akte der Zuschreibung, die Differenzen erzeugen. Dabei wird davon ausgegangen, dass keine der Differenzkategorien in der Praxis für sich stehen kann, sondern diese im Verhältnis zueinander wirksam werden. Der Akt der Zuschreibung kann durch intentionale und nicht-intentionale soziale Praktiken geschehen. Indem wir Diversität als Beschreibungskategorie und nicht als politisches Ziel verstehen, wird der Begriff für historisch argumentierende Analysen nutzbar.

     

  • Posierende Poeten. Autorinszenierungen vom 18. bis zum 21. Jahrhundert
    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Laufzeit: 01.01.2006 - 31.12.2011
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    Das Forschungsprojekt möchte ausgehend von neuerer Autorschaftstheorie auf der einen Seite und aktueller Performanzforschung auf der anderen Selbstinszenierungen von Autoren als spezifische Form von Theatralität (Im Sinne von Fischer-Lichte [2004a]) lesen, die für die literatur- und kulturwissenschaftliche Analyse genutzt werden kann. Ausgehend von einem erweiterten Textbegriff sollen die Inszenierungen als spezifische Paratexte (Im Sinne von Genette [1992]) zum engeren literarischen, schriftlich fixierten Text desselben Autors verstanden werden. Dieses Modell einer Einbeziehung von Autorinszenierungen in die literaturwissenschaftliche Textanalyse versucht das Projekt an historischen und zeitgenössischen Fallbeispielen exemplarisch zu erproben, so dass am Ende ¿ neben einer neuen Theorie der Selbstinszenierung von Autorschaft ¿ auch eine kleine Geschichte von Autorinszenierungen vom 18. bis zum 21. Jahrhundert entsteht. Der Beginn des Untersuchungszeitraums orientiert sich am Entstehen des literarischen Marktes, der literarischen Öffentlichkeit und des neuen, sich selbst organisierenden Literatursystems (Vgl. etwa S. J. Schmidt [1989]).

Hauptseminar (HS)

Übung (UE)

Oberseminar (OS)

Examensseminar (ES)

  • EXAM

    • Mi 10:15-11:45, Raum B 302

FAU-interne Gremienmitgliedschaften / Funktionen

Organisation von Tagungen / Konferenzen

Sonstige FAU-externe Aktivitäten

  • : Habilitationsstipendium (Deutsche Forschungsgemeinschaft) – 1997
  • : Doktorandenstipendium (Studienstiftung des deutschen Volkes) – 1989
  • : Doktorandenstipendium (Land Baden-Württemberg) – 1989