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M/SM: Mythos Rom. Das Bild der 'ewigen Stadt' in Literatur, Bildender Kunst, Musik und Film. Mit Exkursion

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

  • Mi 8:30-10:00

Prerequisites / Organizational information

Die Lehrveranstaltung findet nun leider nicht, wie ursprünglich erhofft, in Form der Präsenzlehre, sondern synchron zur angegebenen Zeit via Zoom statt. Erwartet wird eine Teilnahme mit Bild (die u.a. auch vom Smartphone aus möglich ist), da der nonverbale Kommunikationskanal für eine gelingende Lehrveranstaltung unverzichtbar ist. Selbstverständlich können Sie einen virtuellen Hintergrund verwenden. Stellen Sie bitte rechtzeitig sicher, dass Sie über eine ausreichende Internetverbindung und über ausreichendes Internetvolumen verfügen.

Inhalt

Die Stadt Rom gilt als Inbegriff von Geschichte, Klassizität und Italianità. Seit der Antike war die ‚ewige Stadt‘ Gegenstand von Mythen, sie war und ist Ort der Sehnsucht, sie ist kulturelles, politisches und religiöses Zentrum. Das ist sie nicht zuletzt deshalb, weil sich hier verschiedene historische Epochen und unterschiedliche, voneinander abgegrenzte Lebenskonzepte und Kulturen (die heidnische und die christliche, die weltliche und die klerikale) überlagern – erfahrbar bis hinein in die Gegenwart.
Das Seminar geht der vielfältigen semantischen Aufladung der Stadt Rom namentlich in der Literatur, aber auch in anderen Künsten nach und fragt zum einen nach den Inhalten und Funktionen der Mythisierung, zum anderen aber auch nach den Wirkmechanismen des Umgangs mit Geschichte, Kultur und Wertesystemen. Im Zentrum stehen zunächst Texte von Tibull, Vergil, Marcellinus und Prudentius in Antike bzw. Spätantike über barocke (Gryphius) und klassizistische Betrachtungen (Winckelmann, Goethe, Heinse, Platen) bis zu kritisch-realistischen Sichtweisen (Heine, Hoffmann von Fallersleben, C.F. Meyer) und modernen Bestandsaufnahmen (Rilke, Koeppen, Bachmann, Kaschnitz, Brinkmann u.a.). Parallel dazu sollen Kristallisationsorte der bildenden Kunst die literarischen Erkundungen begleiten. Abschließend können die Spiegelungen in Film (Roma; La dolce Vita; Night on Earth o.a.) und (Populär-)Musik das lebendig changierende Bild dieser Stadt in ihrer Vielfalt noch einmal erfahrbar machen.
Ein genauer Seminarplan mit der Angabe der ausgewählten Beispiele und Schwerpunkte findet sich ab Anfang September auf studon.
Die konkrete Veranschaulichung folgt – wenn die Pandemie-Entwicklung dies zulässt - im März im Rahmen einer 5-tägigen Exkursion (Termin: 8.-13.3. 2021), die die Überschreibung von Kulturen im Stadtbild Roms sowie die Konfrontation von antiker, klerikaler und säkularer Welt zum Gegenstand hat. Für die Exkursion wird im Januar eine endgültige Anmeldung stattfinden; die Teilnahme ist abhängig von der Mitwirkung an einem Vorbereitungstag (voraussichtlich: 18.2.2021).

Empfohlene Literatur

Literatur zur Vorbereitung: Gunter E. Grimm, Einleitendes zur Italienwahrnehmung. Deutsche Schriftsteller in Rom. Stand: 2007. In: Goethezeitportal. Internetquelle: http://www.goethezeitportal.de/wissen/projektepool/goethe-italien/italien-einleitung/rom-dichter.html

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 30