Dr. Sandra Hofert

Dr. Sandra Hofert

Department Germanistik und Komparatistik
Lehrstuhl für Ältere deutsche Literatur

Raum: Raum 1.013
Bismarckstr. 1 (Postadresse), Bismarckstr. 6 (Besucheradresse)
91054 Erlangen

Sprechzeiten

Nach Vereinbarung, Anmeldung erwünscht per E-Mail.

Vita

Fachbezogene berufliche Tätigkeiten

  • seit 09/2020 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-geförderten Projekt „Lyrik des deutschen Mittelalters. Eine elektronische Edition des Minnesangs“ an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
  • seit WiSe 2018/19 Wiederholt Lehrbeauftrage an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
  • 10/2017–09/2020 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Graduiertenkolleg 1876 „Frühe Konzepte von Mensch und Natur: Universalität, Spezifität, Tradierung“ an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die Promotionsarbeit wurde im September 2020 erfolgreich verteidigt.
  • 08/2015–09/2017 Beschäftigung im Mittelalterzentrum der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) (zunächst als Praktikantin, hier u. a. Mitarbeit im Regenbogen-Projekt und bei der Edition der Erfurter Historienbibel; seit Jan. 2016 als Studentische Hilfskraft im Projekt „Der Österreichische Bibelübersetzer“).

Ausbildung

  • 10/2017–09/2020 Promotionsstudentin im Graduiertenkolleg 1876 „Frühe Konzepte von Mensch und Natur: Universalität, Spezifität, Tradierung“ an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die Promotionsarbeit wurde im September 2020 erfolgreich verteidigt.
  • 01/2017 Abschluss M. A. Deutschsprachige Literatur mit dem Schwerpunkt Ältere Literatur an der Freien Universität Berlin.
  • 06/2014 Abschluss B. A. Kulturwissenschaft / Deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin.
  • 09/2011 Abschluss B. A. BWL / Facility Management; duales Studium an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin und bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.

Lehr- und Forschungsschwerpunkte

  • animal studies
  • material culture (literarische Dingwelten sowie Materialität der Überlieferung)
  • Literatur- als Kulturwissenschaft
  • didaktische Literatur
  • Diskursanalyse
  • hoch- und späthöfische Epik
  • Spruchdichtung und Meistersang

Publikationen

Bücher

Beiträge in Sammelwerken

Sonstige

vollständige Übersicht

Projekte

  • Poetisierung biblischer Stoffe. Die Hiob-Figur zwischen Heilsvermittlung und literarischem Spiel

    (Projekt aus Eigenmitteln)

    Laufzeit: seit 1. Mai 2022

    Die Bibel gilt im christlichen Mittelalter als Schlüssel zur Welt. Doch so verbindlich die Heilige Schrift auch ist: Damit ihre Geschichten Teil des kulturellen Gedächtnisses werden und bleiben, müssen sie stets neu erzählt und neu verstanden werden. Im gelehrt-theologischen Diskurs bedeutet dies meist ein immer tieferes, intellektuelles Durchdringen der Sinnebenen des Heiligen Textes; volkssprachliche Literarisierung dagegen entwickelt ganz eigene Strategien und Spielarten.

    Wie groß die Freiräume im poetischen Umgang mit biblischen Geschichten sein können und welches Spektrum an literarischen Strategien sichtbar wird, soll anhand eines Beispiels beleuchtet werden: der Hiob-Figur. Als umfangreicher und komplexer Text, der sowohl narrative als auch dialogische Elemente aufweist, stellt das biblische Hiob-Buch eine besondere Herausforderung für die literarische Adaption dar, doch genau darin liegt auch sein Potenzial, welches zu einem kreativen Umgang mit dem biblischen Stoff anregen kann. Dieser bleibt in der volkssprachlichen Literatur nicht auf seine moraltheologische Kontextualisierung beschränkt, sondern erfährt eigene Akzentuierungen, wird umerzählt, variiert und neu arrangiert, sodass ganz eigene Wissens- und Bildräume entstehen.

    Eine besondere Rolle bei der Poetisierung biblischer Stoffe nehmen Sangspruch und Meisterlied ein: Für beide Textformen gilt, dass Kunstfertigkeit und Gelehrsamkeit untrennbar zusammenwirken. So bieten Sangspruch und Meisterlied – neben der didaktischen Aufbereitung und Vermittlung biblischer Inhalte – Möglichkeiten zur produktiven Auseinandersetzung mit den gelehrten Wissensbeständen, Spielräume zur Vereindeutigung und Verrätselung, zur Ästhetisierung und Auratisierung. So soll das Projekt anhand verschiedener oft bisher noch unedierter Beispiele (die im Rahmen der Arbeit ediert werden) zeigen, wie lyrische Sprechmodi eigene Wege der Heilsvermittlung entwickeln. Gleichzeitig sollen Texte anderer Gattungen, wie Hartmanns von Aue ‚Der Arme Heinrich‘, Gegenstand der Analyse sein, um ein umfangreicheres Spektrum möglicher Rezeptionsstrategien biblischer Stoffe zu konturieren. Damit soll die Arbeit einen Beitrag leisten zu der übergeordneten Frage nach der poetischen Potenzialität der Heiligen Schrift.

Lehrveranstaltungen

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Aktivitäten

Organisation von Tagungen / Konferenzen

Vorträge

Radio- / Fernsehbeiträge / Podcasts

Auszeichnungen

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