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VM (Nbg): „Alle Jahre wieder.“ – Weihnachten und Neujahr in der Kinder- und Jugendliteratur aus literaturhistorischer und kultursemiotischer Perspektive.

Dozent/in

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Zeit/Ort n.V.

Bitte beachten Sie: Das Seminar ist Teil eines Lehrinnovationsprojektes und sieht daher vor, dass Teilnehmende, die eine Referatsleistung erbringen sollen, einen Kurz-Podcast produzieren. Einen passenden Workshop und Hilfestellung zur Podcast-Produktion werden entsprechend im Rahmen des Kurses angeboten und sind Teil der Referatsvorbereitung.

Die Lehrveranstaltung ist so geplant, dass diese in Präsenz stattfinden kann, wenn es die pandemische Lage zulässt. Aktuelle Informationen kurz vor Vorlesungsbeginn.

Inhalt

Das Weihnachtsfest ist in der Kinderliteratur eine wichtige erzählerische Konstante und vom 19. Jahrhundert bis heute haben kinderliterarisch verortete Autoren und Autorinnen, die etwas auf sich halten, mindestens eine Weihnachtserzählung in ihrem Repertoire. Das Seminar nimmt diese Erzählungen von der Goethezeit bis zur Gegenwart in den Blick, in denen das Silvester- und Weihnachtsfest eine zentrale Rolle spielt. Ob im Märchen in Hoffmanns "Nußknacker und Mausekönig", Christian Andersens „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“, in Alltagserzählungen bei Erich Kästner und Astrid Lindgren oder in fantastischen Erzählungen von Tove Jansson, Otfried Preußler, Michael Ende, Cornelia Funke und Juli Zeh: Weihnachten und Silvester bieten Stoff für vielfältige Geschichten. Das Seminar möchte herausfinden, welche Arten von Kernstrukturen es in Weihnachtserzählungen es eigentlich gibt und ob sich dominante Motive und Erzählstrategien (vielleicht sogar die Formel für die perfekte Weihnachtsgeschichte?) entdecken lassen. Auch nach der Verbindung und Bedeutung von Silvester fragen wir abschließend in diesem Zusammenhang. Betrachtet werden dabei kultursemiotisch in ihren geistes- und gesellschaftsgeschichtlichen Bezügen die vielfältigen Motivkomplexe rund um 'Weihnachten‘ und ‚Jahreswechsel‘ und die zentralen Leitmotive dieser Erzählungen, vom ‚Weihnachtswunder‘ und der fantastischen Begegnung mit dem Weihnachtsmann bis zu den Anknüpfungen an die christliche Tradition der Weihnachtsgeschichte einerseits und die engagierte Literatur andererseits, in denen es immer auch um die Darstellung von gesellschaftlichen Missständen und politischen Dimensionen von Feiertagen geht.

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 15