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VM: HS (Nbg) Fremdes Ich, Fremder Ort – Migration in der britischen und deutschen Kinder- und Jugendliteratur

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

  • Di 15:45-17:15, Raum U1.012
  • Einzeltermin am 04.02.2020 15:45-17:15, Raum 0.014

Prerequisites / Organizational information

Bitte beachten Sie:
Das Seminar beschäftigt sich mit britischer und deutscher Kinder- und Jugendliteratur und ist daher bilingual angelegt, es wird also sowohl englischsprachige als auch deutschsprachige Sitzungen und Vorträge geben. Studierende, die an diesem Seminar teilnehmen, sollten bereit sein, in beiden Sprachen zu diskutieren.
In der Anglistik ist das Seminar für alle Bachelor- und Lehramtsstudierende geöffnet. Für beide Fächer sind je 15 Plätze vorgesehen, bitte melden Sie sich in dem entsprechend als VM Germanistik als Proseminar Anglistik Seminar an. Je nach Auslastung der beiden Fächer werden nach der Anmeldung weitere TeilnehmerInnen von der Nachrückliste aufgenommen.

Inhalt

Inmitten der sog. Flüchtlingskrise 2015 sorgte das Foto des ertrunkenen syrischen Jungen Alan Kurdi an der türkischen Küste in der Nähe Bodrums international für Bestürzung. Das Foto wurde nicht nur zum Symbolbild einer globalen humanitären Katastrophe, sondern verdeutlichte ebenfalls, dass etwa die Hälfte aller Menschen, die ihre Heimat verlassen, um in andere Länder abzuwandern – sei es, weil sie es wollen oder weil sie es in einer Notlage müssen – Kinder und Jugendliche sind. Während Migrantenkinder im öffentlichen Diskurs vor allem als schutzbedürftig und verwundbar dargestellt werden, eröffnet die Kinder- und Jugendliteratur einen komplexeren Blick auf Kindheit und Migration, z.B. indem sie subjektive transkulturelle Erfahrungen von Kinderfiguren und -erzählerInnen innerhalb ihrer Peergroup, der Familie und der Schule untersucht – Themen, welche sonst oft verborgen bleiben. In diesem Seminar, das zusammen von der Anglistik und Germanistik veranstaltet wird, untersuchen wir aus vergleichender Perspektive Repräsentationen der Migration in der britischen und deutschen Kinder- und Jugendliteratur ab 1930 bis zur Gegenwart. Im Zentrum stehen dabei nicht nur Texte, die Flucht inszenieren, sondern z.B. auch solche, die Erfahrungen der ersten und zweiten Generation von Einwanderern verhandeln.

Empfohlene Literatur

Zu den Texten, die im Seminar behandelt werden, gehören voraussichtlich (die genaue Textauswahl wird in der ersten Stunde festgelegt): Irmgard Keun, Kinder aller Länder (1938) Judith Kerr, When Hitler Stole Pink Rabbit (1971) Benjamin Zephaniah, Refugee Boy (2001) Stephen Kelman, Pigeon English (2011) Kirsten Boie, Bestimmt wird alles gut (2016) Abbas Khider, Ohrfeige (2016)

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 40