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Fremdes Ich, Fremder Ort - Migration in der britischen und deutschen Kinder- und Jugendliteratur [Anglistik]

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

  • Di 15:45-17:45, Raum 1.033

Prerequisites / Organizational information

Das Seminar beschäftigt sich mit britischer und deutscher Kinder- und Jugendliteratur und ist daher bilingual angelegt, es wird also sowohl englischsprachige als auch deutschsprachige Sitzungen und VortrŠge geben. Studierende, die an diesem Seminar teilnehmen, sollten bereit sein, in beiden Sprachen zu diskutieren. In der Anglistik ist das Seminar für alle Bachelor- und Lehramtsstudierende gešffnet. Für beide Fächer sind je 15 Plätze vorgesehen, bitte melden Sie sich in dem entsprechend als VM Germanistik als Proseminar Anglistik Seminar an. Je nach Auslastung der beiden Fächer werden nach der Anmeldung weitere TeilnehmerInnen von der Nachrückliste aufgenommen.

Inhalt

Inmitten der sog. Flüchtlingskrise 2015 sorgte das Foto des ertrunkenen syrischen Jungen Alan Kurdi an der tŸrkischen Küste in der Nähe Bodrums international fŸr BestŸrzung. Das Foto wurde nicht nur zum Symbolbild einer globalen humanitären Katastrophe, sondern verdeutlichte ebenfalls, dass etwa die Hälfte aller Menschen, die ihre Heimat verlassen, um in andere Länder abzuwandern - sei es, weil sie es wollen oder weil sie es in einer Notlage müssen - Kinder und Jugendliche sind. WŠhrend Migrantenkinder im öffentlichen Diskurs vor allem als schutzbedŸrftig und verwundbar dargestellt werden, eršffnet die Kinder- und Jugendliteratur einen komplexeren Blick auf Kindheit und Migration, z.B. indem sie subjektive transkulturelle Erfahrungen von Kinderfiguren und -erzählerInnen innerhalb ihrer Peergroup, der Familie und der Schule untersucht - Themen, welche sonst oft verborgen bleiben. In diesem Seminar, das zusammen von der Anglistik und Germanistik veranstaltet wird, untersuchen wir aus vergleichender Perspektive ReprŠsentationen der Migration in der britischen und deutschen Kinder- und Jugendliteratur ab 1930 bis zur Gegenwart. Im Zentrum stehen dabei nicht nur Texte, die Flucht inszenieren, sondern z.B. auch solche, die Erfahrungen der ersten und zweiten Generation von Einwanderern verhandeln.

Empfohlene Literatur

Zu den Texten, die im Unterricht behandelt werden, gehšren voraussichtlich (die genaue Textauswahl wird in der ersten Stunde festgelegt): Irmgard Keun, |Kinder aller LŠnder| (1938) Judith Kerr, |When Hitler Stole Pink Rabbit| (1971) Benjamin Zephaniah, |Refugee Boy| (2001) Stephen Kelman, |Pigeon English| (2011) Kirsten Boje, |Bestimmt wird alles gut| (2016) Abbas Khider, |Ohrfeige| (2016)

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 40