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UE: âventiure -- waz ist daz? Von den Spielräumen eines Wortes in mhd. Literatur

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'âventiure' ist ein im 12. Jh. der französischen Literatur entlehntes Modewort der höfischen mhd. Literatur, insbesondere des höfischen Romans. Als Kernkonzept des Artusromans ("auf Âventiure ausziehen") erlangt es höchste literatur- und kulturgeschichtliche Prominenz (damit auch erhebliche Staatsexamensrelevanz). Das Wort wird aber neben dem ritterlichen "Abenteuer" für eine Vielzahl von sehr unterschiedlichen Konzepten gebraucht, unter anderem für "Zufall" und für "Geschichte, Erzählung". Bemerkenswert und schon von der frühesten Germanistik bemerkt worden (J. Grimm) ist die enge Verbindung von "ritterlichem (Zwei-)Kampf" und "Erzählung (davon)" in der Bedeutung des Wortes. Die Übung soll Ihnen anhand von Primärtexten (u. a. Artusroman, 'Tristan') und von Forschungsliteratur Gelegenheit geben, einen konkreten Überblick über die Bandbreite dieses Zentralbegriffs zu gewinnen, evtl. auch mit Ausblicken auf das frühneuzeitliche "abenthewr".

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