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VM: Kanon und Wertung -  Fokus: Dramatik im gymnasialen Unterricht

Dozent/in

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Zeit/Ort n.V.

Blockveranstaltung

Inhalt

Welche dramatischen Texte sollen SchülerInnen oder auch Studierende lesen? Welche Dramen sollte man kennen? Lässt sich hierüber Konsens erzielen oder sollte man sich generell von einem solchen Ansatz verabschieden? Ist dies praktisch überhaupt möglich? Das Seminar möchte im Horizont dieser Fragen zunächst eine Übersicht zu Kanontheorien vermitteln, Praktiken literarischen Wertens diskutieren und deutschsprachige Kanongeschichte partiell rekonstruieren bzw. maßgebliche Veränderungen im gymnasialen Literaturkanon hinterfragen. Anschließend wird es darum gehen, exemplarisch Dramentexte aus dem gymnasialen Schulunterricht zu analysieren und auch im Hinblick auf ihre ‚kanonische Eignung‘ (etwa als Repräsentanten spezifischer Epochen oder Strömungen) zu beurteilen. Insbesondere angehenden LehrerInnen soll somit ermöglicht werden, sich mit einschlägigen Lesarten zu den Dramen fachlich auseinanderzusetzen – wodurch womöglich eine Entlastung im Vorbereitungsdienst/Referendariat erreicht wird. Gelesen werden sollen (in Auswahl): Lessing: |Emilia Galotti| (1772) und |Nathan der Weise| (1779), Schiller: |Die Räuber| (1781), Goethe: |Faust I| (1808), Büchner: |Woyzeck| (1837), Brecht: |Leben des Galilei| (1938-39) und |Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui| (1941), Dürrenmatt: |Der Besuch der alten Dame| (1956), Ferdinand von Schirach: |Terror| (2015). Die genaue Textauswahl wird im Rahmen der Vorbesprechung allerdings nochmals diskutiert und mit allen TeilnehmerInnen abgestimmt werden.

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 15