Dr. Patrick Ledderose

Dr. Patrick Ledderose

Department Germanistik und Komparatistik
Professur für Komparatistik (Vergleichende Literaturwissenschaft) mit dem Schwerpunkt nordeuropäische Literaturen/Skandinavistik

Raum: Raum 1.111
Bismarckstr. 8
91054 Erlangen

Sprechzeiten

Raum 01.111, Anmeldung erwünscht per E-Mail.

Seit 2017

Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Skandinavistik/Komparatistik der FAU-Erlangen-Nürnberg (seit 2018 Studiengangskoordinator BA Skandinavistik, Mitarbeit in der Studiengangskommission BA Skandinavistik)

Seit 2016

Promotion im Fach Nordische Philologie an der LMU-München (gefördert von der Studienstiftung des deutschen Volkes)

2015-2016

Volontariat beim Goethe-Institut (Fachbereich Theater und Tanz)

2015

Abschluss: Dipl. dram.

2009-2015

Studium der Dramaturgie, Nordischen Philologie und Griechischen Philologie an der LMU-München, der Theaterakademie August Everding und der Universität in Bergen

  • Theater und Dramatik in Skandinavien seit 1990

  • Skandinavische Literatur um 1900

  • Ästhetische Zeitkonzepte der Moderne und Spätmoderne

Bücher

Beiträge in Sammelwerken

Sonstige

  • Ledderose, Patrick. "Jonas Hassen Khemiri." KLfG (Kritisches Lexikon für fremdsprachige Gegenwartsliteratur) München: edition text und kritik, 2021.

  • Poetiken des Parasitären

    (Projekt aus Eigenmitteln)

    Laufzeit: seit 1. Januar 2019

    Das Projekt »Poetiken des Parasitären in der skandinavischen Literatur« untersucht epistemologische, poetologische und ökokritische Funktionen parasitärer Interrelationen in skandinavischen Texten und Filmen. Dabei zeichnet sich die Relevanz des Parasitismus in vier Szenarien ab: 1. als Schwellenfigur des Schmarotzers und des (ungebetenen) Gastes, häufig mit Fragen nach sozialen und politischen Dynamiken sowie im Hinblick auf literatursoziologische Phänomene des Mäzenatentums, der Co-Autorschaft und des Ghostwriting; 2. als intertextuelles Phänomen mit Fragen nach parasitären und partizipatorischen Schreibverfahren und den damit verbundenen Relationen zwischen Prätext und Posttext sowie der Interrelation von Text, Paratext und Kontext, aber auch im intermedialen Zusammenhang, d.h. im Hinblick auf mediale Transpositionen wie (literarische und filmische) Remakes; 3. in Form von poetologischen Prozessmodellen parasitärer Irritation, Infiltration, Infektion, der Schwächung oder Auflösung von innen heraus, der kompositorischen und kompostierenden Ab- und Umwandlung; und 4. als dynamische Komplexitätsrelation im Rahmen eines oder mehrerer Ökosysteme.
    Das Projekt legt erstmalig den Fokus auf (öko-)parasitäre ästhetische Verfahren in skandinavischen literarischen und audiovisuellen Fiktionen vom 18. bis ins 21. Jahrhundert. Dabei wird zum einen eine literarhistorische Linie verfolgt, auf der der philosophische, politische, intertextuelle, poetologische und ökokritische Einsatz parasitärer Systeme und Denkfiguren bzw. einer parasitistischen Rhetorik untersucht wird. Zum anderen werden durch die Unterteilung des Projekts in einen vorwiegend poetologischen und einen hauptsächlich posthumanistisch-ökosystematisch ausgerichteten Schwerpunkt wesentliche Veränderungen in der Mobilisierung sowie in der Bewertung parasitistischer Prinzipien aufgezeigt. Ziel des Projekts ist es, die Kreationsstrategien parasitärer Systeme bzw. ihre Transfermöglichkeiten auf epistemologische, soziokulturelle und poetologische Denk- und Strukturmodelle zu untersuchen und auf Ausprägungen der Irritations- und Variationsfähigkeit sowie auf Möglichkeiten der Modifikation und Horizonterweiterung – sowohl hinsichtlich der Beschreibungskategorien ästhetischer Prinzipien als auch einer posthumanistischen Konzeption von Mensch-Umwelt-Interaktionen – abzuklopfen. Ein wesentlicher Angelpunkt, der in der bisherigen Forschung noch nicht verfolgt wurde, ist das Verständnis des Parasitären als ökosystemische Dynamik, die sich als Herausforderung anthropozentrischer Welt- und Umwelt-Entwürfe begreifen lässt, indem sie traditionelle Subjekt-Entwürfe bzw. Szenarien einer Mensch-Natur-Dichotomie hinterfragt, irritiert und/oder zerrüttet.

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