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Heimatstolz und Vorurteil? Eine interdisziplinäre, korpusbasierte Diskursanalyse der Berichterstattung zu den bayerischen Landtagswahlen 2018.

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

++Anmeldung über StudOn erforderlich++, weitere Infos zur Anmeldung auf unserer Webseite, Blockseminar - Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben

  • Zeit/Ort n.V.

Voraussetzungen / Organisatorisches

• MA Sozialökonomik: Modul „Spezielle Kommunikationswissenschaft I-IV" im sozialökonomischen oder freien Vertiefungsbereich.

• MA Marketing: Modul „Spezielle Kommunikationswissenschaft I" im Wahlpflichtbereich der Modulgruppe Management.

• MA Wirtschaftspädagogik: Modul „Spezielle Kommunikationswissenschaft I" im Wahlbereich.

• MA Buchwissenschaft: Modul „Wahlbereich" als Wahlpflichtmodul.

• MA Medien-Ethik-Religion: Modul „Vertiefung Kommunikationswissenschaft II".

*Eine Anmeldung bzw. Aufnahme in das Seminar ist nach Ablauf der Anmeldefrist nicht möglich!*


*Leistungsbeurteilung (5 ECTS):*

• Präsentation (tw. in Gruppenarbeit, tw. in elektronischer Form), Hausarbeit (tw. in Gruppenarbeit, tw. in elektronischer Form)

• Es besteht Anwesenheitspflicht.

Inhalt

Traditionell folgen die bayerischen Landtagswahlen einem recht simplen Muster: Alle fünf Jahre treten einige Parteien an, um möglichst viele Stimmen der Bürgerinnen und Bürger für sich zu gewinnen und am Ende regiert die CSU, meist sogar mit absoluter Mehrheit. Daraus lässt sich nicht unmittelbar die Notwendigkeit einer tiefergreifenden Analyse der (Zeitungs-) Berichterstattung ableiten.

Jedoch festigt sich mit Blick auf das momentane Auftreten der CSU und speziell Horst Seehofers auf Bundesebene schnell der Eindruck, die Landtagswahl fände am kommenden Wochenende statt. Interessant ist dabei vor allem die inhaltliche Schwerpunktsetzung bzw. der intensive Bezug zur momentanen Asylpolitik, welche die CSU scheinbar schon vor Beginn des Wahlkampfes zum Kernthema zu machen versucht.
Gleichzeitig zeigen aktuelle Sonntagsumfragen deutliche Stimmverluste der CSU, was zumindest ansatzweise als eine gewisse Unzufriedenheit über die Vernachlässigung anderer, wichtiger Themen wie beispielsweise der Wohnungsmangel oder das umstrittene Polizeiaufgabengesetz (PAG) interpretiert werden könnte.

Aber wie sieht es mit den Themenschwerpunkten anderer Parteien und deren KandidatenInnen aus? Welche Themen werden den bayerischen Landtagswahlkampf dominieren und welche Positionen werden durch die Parteien und ihre VertreterInnen bezogen?

Im Rahmen dieses Blockseminar wird versucht, Antworten auf diese Fragen zu finden. Dazu sollen tiefgreifenden Analyse der Berichterstattung verschiedener überregionaler und regionaler (bayerische und fränkische) Tageszeitungen zur bayerischen Landtagswahl 2018 durchgeführt werden. Ziel ist es, Unterschiede bzw. Muster im Diskurs zwischen verschiedenen Medien und Akteuren mit Hilfe computergestützter Verfahren zu identifizieren und beschreiben.
Der interdisziplinäre Charakter entsteht durch die Verbindung von kommunikations- und politikwissenschaftlichen Theorien mit Methoden der Korpus- und Computerlinguistik. Ausgehend von einer theoretischen Einführung in die Wahl(kampf)berichterstattung soll eine Fragestellung erarbeitet und mit Hilfe einer Kombination verschiedener korpuslinguistischer Tools (CQPweb und MMDA Toolkit) untersucht und diskutiert werden.

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 20