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Prof. Dr. Mechthild Habermann

Prof. Dr. Mechthild Habermann

Bildquelle: FAU / David Hartfiel

  • Organisation: Department Germanistik und Komparatistik
  • Abteilung: Lehrstuhl für Germanistische Sprachwissenschaft
  • Telefonnummer: +49 9131 85-29353
  • Faxnummer: +49 9131 85-22124
  • E-Mail: mechthild.habermann@fau.de
  • Webseite:
  • Adresse:
    Bismarckstraße 1
    91054 Erlangen
    Raum B3 A6
  • Spechzeiten:
    Jede Woche Mi, 12:00 - 14:00, Raum B3 A6, Anmeldung erwünscht per E-Mail
    vorlesungsfreie Zeit: 28.02.19, 20.03.19 und 03.04.19 jeweils von 12-14 Uhr - Anmeldung erwünscht per Email

 

 

 

Curriculum Vitae

  • Studium der Fächer Deutsch, Latein und Geschichte für das Lehramt an Gymnasien in Erlangen und Wien
  • 1985 Erstes Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien
  • 1986–1990 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am DFG-Projekt ‚Nürnberger Frühneuhochdeutsch um 1500‘ an der Universität Erlangen-Nürnberg
  • 1990 Promotion
  • 1991 Postdoktorandenstipendiatin der Deutschen Forschungsgemeinschaft
  • 1992–2000 Wissenschaftliche Angestellte, später wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Germanische und deutsche Sprachwissenschaft und Mundartkunde, Universität Erlangen-Nürnberg
  • 1997–1999 Habilitandenstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft
  • 1999 Habilitation
  • 2000 Habilitationspreis (Otto-Seel-Preis) der Philosophischen Fakultät I und II der FAU Erlangen-Nürnberg
  • 2000 Privatdozentin und Oberassistentin am Lehrstuhl für Germanische und deutsche Sprachwissenschaft und Mundartkunde
  • Oktober 2000–2003 C3-Professorin für Germanistische Linguistik mit dem Schwerpunkt Geschichte der deutschen Sprache an der Universität Erfurt
  • Seit Oktober 2003 Inhaberin des Lehrstuhls für Germanistische Sprachwissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
  • 2004 – März 2006 Studiendekanin der Philosophischen Fakultät II der FAU
  • April 2006 – Sept. 2007 Dekanin der Philosophischen Fakultät II der FAU
  • seit Oktober 2007 Masterbeauftragte der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie der FAU
  • 2009 „Preis für gute Lehre 2008“ des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst
  • 2012–2016 Leiterin des Zentrums für Lehrerinnen- und Lehrerbildung (ZfL) der FAU

  • Historische deutsche Sprachwissenschaft
  • Wortbildung
  • Fachsprachenforschung
  • historische Textlinguistik und Textsorten
  • Rhetorik
  • Sprachkontaktforschung
  • morphologischer Sprachwandel
  • grammatische Kategorien
  • Dependenzgrammatik
  • Ethik der Textkulturen

vollständige Übersicht

  • Flexible Schreiber in der Sprachgeschichte. Zensierte Patientenbriefe des 19. Jahrhunderts.
    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Laufzeit: 1. September 2017 - 1. September 2020
    Mittelgeber: Elitenetzwerk Bayern
    Wir variieren ständig bei der Verwendung von Sprache. Dabei passen wir uns unterschiedlichen Situationen und Gesprächspartnern an, setzen Sprache gezielt ein, um bestimmte Emotionen und auch Handlungen zu evozieren, verändern – bewusst oder unbewusst – Wortschatz und Grammatik je nach aktueller Stimmung, und zudem wandelt sich auch unser Sprachgebrauch im Laufe der Jahre. Die Nachwuchsforschergruppe überträgt die Beobachtungen der modernen Soziolinguistik zur internen sprachlichen Variabilität in die Sprachgeschichte und stellt sich die Frage, ob auch historische Schreiberinnen und Schreiber sprachliche Flexibilität zeigten. Inwiefern passten sich diese also den erforderlichen schriftsprachlichen Normen unterschiedlicher Textsorten und Verschriftungssituationen an? Waren sie sich dieser Anpassungen bewusst und darüber hinaus auch in der Lage, aktiv ihre Sprachwahl zu steuern? Fokus soll hierbei weniger auf privilegierten und höher gebildeten Personen liegen denn auf dem Großteil der Bevölkerung, also ‚einfachen Schreibern‘ mit geringerer Schulbildung und bäuerlichen sowie handwerklichen Berufen.

     

    Als Datengrundlage dienen hauptsächlich Briefe und weitere persönliche Dokumente von ehemaligen Patientinnen und Patienten psychiatrischer Anstalten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. In diesen Institutionen, die im Zuge der Institutionalisierung der Psychiatrie im 19. Jahrhundert in großer Anzahl in den deutschen Ländern entstanden sind, herrschte die Praxis, bestimmte Briefe nicht abzuschicken, sondern den Patientenakten beizulegen, wo diese seitdem meist unbeachtet schlummern. Im Forschungsprojekt widmen wir uns diesen Briefen aus interdisziplinärer Perspektive und erstellen zunächst ein elektronisches und frei zugängliches Briefkorpus mit Material aus Süddeutschland (psychiatrische Anstalt Irsee/Kaufbeuren), Norddeutschland und Großbritannien (siehe http://copadocs.de). Dieses untersuchen wir anschließend hinsichtlich der Hypothese, dass auch ‚einfache Schreiber‘ sich bewusst für den Einsatz unterschiedlicher sprachlicher Register und damit auch unterschiedlicher (Bündel von) Varianten entscheiden konnten.

     

    Das Forschungsprojekt entwickelt dabei Methoden zur Kombination funktionaler mit strukturellen Herangehensweisen an sprachliche Variation und schließt an eine integrative Theoriebildung in der Variationsforschung an. Die Spezifik dieses Korpus erlaubt es darüber hinaus, den Einfluss von Alter und/oder Krankheiten auf den Sprachgebrauch zu analysieren, und leistet dabei Pionierarbeit im Bereich einer Historischen Patholinguistik. Ethische Relevanz erhält das Projekt durch die Untersuchung von Textbewertungen, der Zensurpraxis und der Legitimation von Wissen und Macht – schließlich ergreifen die Patienten mit ihren Erfahrungen im psychiatrischen Kontext nun selbst das Wort, welches ihnen damals verwehrt wurde. Die Nachwuchsforschergruppe besteht aus dem Gruppenleiter sowie sechs Doktoranden, und ist angegliedert an den Elitestudiengang „Ethik der Textkulturen“ der Universitäten Erlangen und Augsburg.

  • Germanistische Institutspartnerschaft (Erlangen – Porto Alegre/Pelotas (Brasilien), DAAD)
    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Laufzeit: 1. Januar 2017 - 1. Januar 2020
    Mittelgeber: Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
  • Grammatische Terminologie
    (Projekt aus Eigenmitteln)
    Laufzeit: 1. Januar 2016 - 1. Januar 2019
  • Zusatzqualifikation Wirtschaft für Lehramtsstudierende
    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Laufzeit: 1. Juli 2015 - 31. Dezember 2017
    Mittelgeber: Bayerische Staatsministerien
  • Fränkisches Wörterbuch
    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Laufzeit: 1. Januar 2012 - 1. Januar 2015
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
    URL: https://www.wbf.badw.de
    Siehe https://www.wbf.badw.de/das-projekt.html
  • Die Melusine des Thüring von Ringoltingen in der deutschen Drucküberlieferung von ca. 1473/74 bis ins 19. Jahrhundert – Buch, Text und Bild
    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Laufzeit: 1. Januar 2007 - 28. Dezember 2012
    Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
    Im Mittelpunkt steht die »Melusine« des Thüring von Ringoltingen als (gedrucktes) Buch, wie es der spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Buchhändler plante, verlegte und vertrieb und wie es der Käufer und Leser in Händen hielt und rezipierte. Arbeitsgrundlage ist die Erfassung, Beschreibung und Analyse der Drucküberlieferung vom Basler Erstdruck des Druckerverlegers Bernhard Richel um 1473/74 bis zum Ende der Volksbuch-Ausgaben in den 1870er Jahren. Die Analyse schreibdialektaler, stilistischer und rhetorischer Kennzeichen, der Art und Funktion der Bilder (Bildzyklen) im Buch und auf dem Titelblatt, ihrer Ikonografie, der Rolle der verschiedenen Bildurheber und Produzenten im Buchherstellungsprozess sowie die Ausstattung und Typografie des Buches, welche die gesamte Materialität des Buchkörpers umfasst, ist das forschungsrelevante Gesamtziel. Über fast vier Jahrhunderte hinweg sollen die Wechselwirkungen zwischen Buchproduktion, Buchgestalt, Textgestalt, Lesen und Leser erschlossen werden. Das Projekt ist interdisziplinär angelegt. Buchwissenschaft (Buchgestaltung, Buchhandel, Publikum und Markt), Lesegeschichte (Layout, Leseweisen und Lektürepraktiken), Sprachgeschichte (Sprachwandel vom 15. bis 19. Jahrhundert, Textorganisation, Druckersprachen) und Kunstgeschichte (Bild- und Mediengeschichte, Text-Bild-Beziehungen, Bild-Lektüre, Transferprozesse) bringen ihre jeweils spezifischen Fragen und Methoden ein.
  • Wortbildung in der deutschen Urkundensprache des 13. Jahrhunderts - das Verb
    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Laufzeit: 1. Januar 2002 - 15. September 2006
    Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
    Das Projekt soll einen Beitrag zur Erforschung der mittelhochdeutschen Wortbildung leisten. Es stellt zugleich einen wesentlichen Baustein zur Beschreibung der mittelhochdeutschen Grammatik auf der Grundlage der lange Zeit vernachlässigten Prosatexte dar. Für die drei Hauptwortarten Substantiv, Verb und Adjektiv erfolgt eine systematische historisch-synchrone Analyse der derivativen Wortbildung. Die Untersuchung basiert auf dem 'Corpus der altdeutschen Originalurkunden bis zum Jahr 1300' und gliedert sich in einen methodisch-theoretischen Teil und einen empirischen Teil. In der Wortbildungsanalyse werden zunächst die morphologischen Typen der Substantiv-, Adjektiv- und Verbderivation, sodann die Funktionstypen und Funktionsklassen beschrieben und schließlich mit dem frühneuhochdeutschen und gegenwartssprachlichen Wortbildungssystem verglichen, um somit Aufschluß über Entwicklungstendenzen in diesen Bereichen der deutschen Wortbildung zu erhalten.
  • Adjektivderivation im Nürnberger Frühneuhochdeutsch um 1500
    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Laufzeit: 1. Januar 1997 - 31. Dezember 2000
    Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Vorlesung (VORL)

Seminar (SEM)

Hauptseminar (HS)

Übung (UE)

Oberseminar (OS)

Praktikum (PR)

Sonstige Lehrveranstaltung (SL)

  • : Preis für gute Lehre (Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst) – 2009
  • : Otto-Seel-Preis (Philosophische Fakultäten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) – 2000