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Prof. Dr. Stefan Evert

  • Organisation: Department Germanistik und Komparatistik
  • Abteilung: Lehrstuhl für Korpus- und Computerlinguistik
  • Telefonnummer: +49 9131 85-22426
  • Faxnummer: +49 9131 85-29251
  • E-Mail: stefan.evert@fau.de
  • Webseite:
  • Adresse:
    Bismarckstraße 6
    91054 Erlangen
    Raum 4.000
  • Sprechzeiten:
    Jede Woche Di, 12:00 - 14:00, Raum 4.000, Bismarckstr. 6, Anmeldung per e-Mail erwünscht

Bücher

Herausgegebene Bände

Beiträge in Fachzeitschriften

Beiträge in Sammelwerken

Beiträge bei Tagungen

Abschlussarbeiten

weitere siehe CRIS

  • Rekonstruktion von Argumenten aus Noisy Text (SPP 1999: RATIO)
    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Laufzeit: 1. Januar 2018 - 31. Dezember 2020
    Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
    Soziale Medien spielen in der gesellschaftlichen Meinungsbildung eine wachsende Rolle. Gegenstand von RANT ist die Entwicklung von Methoden und Formalismen zur Extraktion, Repräsentation und Verarbeitung von Argumenten aus Texten geringer linguistischer Qualität, wie sie eben in Diskussionen auf sozialen Medien anzutreffen sind, anhand einer laufenden Fallstudie an einem großen Korpus von vor dem Referendum verbreiteten Twitter-Botschaften zum Thema Brexit. Wir werden eine korpuslinguistische Studie zur Identifikation wiederkehrender sprachlicher Argumentationsschemata durchführen und anhand dieser Schemata im Sinne eines High-Precision-Low-Recall-Ansatzes entsprechende Korpusanfragen zur Extraktion von Argumenten entwerfen. In der Tat erwarten wir, dass sich Argumentationsschemata unmittelbar mit logischen Schemata in einem dedizierten Formalismus in Verbindung bringen lassen und somit einzelne Argumente direkt als logische Formeln geparst werden können. Der zur Argumentrepräsentation verwendete Formalismus wird ein breites Spektrum an Modalitäten beinhalten, die in realen Texten auftretende sprachlich-semantische Phänomene wie Unsicherheit, Wirkung, Präferenz, Sentiment, Vagheit und Default-Implikation widerspiegeln. Wir werden einen solchen Formalismus als Familie von Instanzlogiken in der koalgebraischen Logik darstellen, die als generisches logisches Rahmenwerk vereinheitlichte semantische, deduktive und algorithmische Methoden für Modalitäten jenseits der üblichen relationalen Semantik zur Verfügung stellt; insbesondere werden wir Deduktionswerkzeuge für Argumentationslogiken auf bestehende generische koalgebraische Werkzeuge aufbauen. Die so entstehende logische Sprache zur Repräsentation einzelner Argumente wird ergänzt durch ein flexibles Rahmenwerk zur Repräsentation von Beziehungen zwischen Argumenten. Hierzu gehören sowohl in der Argumentationstheorie verbreitet betrachtete Relationen wie die Angriffs- und Unterstützungsrelationen sowie aus den Metadaten des Korpus gewonnene Beziehungen wie Zitation, Hashtags oder direkte Ansprache (per Erwähnung von Benutzernamen) als auch solche Beziehungen, die sich erst durch logische Schlussfolgerung aus dem Inhalt der Argumente ergeben. Insbesondere letztere Beziehungen stellen sich semantisch oft nicht als Relationen im engeren Sinne dar, sondern involvieren z.B. kontinuierliche Wahrheitswerte, Präferenzordnungen oder Wahrscheinlichkeiten und profitieren insofern von einer einheitlichen koalgebraischen Modellierung, die auch die semantische Grundlage der koalgebraischen bildet. Wir werden dementsprechend geeignete Verallgemeinerungen der für Dung's Argumentation Frameworks definierten Extensionssemantiken entwickeln und somit letztlich Begriffe wie „kohärenter Standpunkt“ oder „verbreitete Sichtweise“ formal einfangen; in Verbindung mit entsprechenden algorithmischen Methoden wird dies die automatisierte Extraktion umfassender argumentativer Positionen aus dem Korpus erlauben.
  • Komplexität literatischer Werke aus stilometrischer Sicht im Digital Humanities-Zentrum KALLIMACHOS
    (Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Teilprojekt)
    Titel des Gesamtprojektes: KALLIMACHOS – Zentrum für digitale Edition und quantitative Analyse an der Universität Würzburg
    Laufzeit: 1. Oktober 2017 - 30. September 2019
    Mittelgeber: BMBF / Verbundprojekt

    Im Rahmen dieses Teilprojekts entwickelt der Lehrstuhl für Korpus- und Computerlinguistik robuste Maße für lexikalische Komplexität, erweitert den Komplexitätsbegriff über die gängige vocabulary richness hinaus und implementiert die Ergebnisse in einer
    frei verfügbaren stilometrischen Toolbox.

  • Exploring the “Fukushima Effect”: Meinungsnetze und politische Willensbildung in der transnationalen algorithmischen Öffentlichkeit
    (FAU Funds)
    Laufzeit: 1. Januar 2017 - 31. Dezember 2019
    URL: https://www.linguistik.phil.fau.de/projects/efe/
    Die Digitalisierung der Gesellschaft und der Mediensysteme hat immense Auswirkungen auf (politische) Meinungsbildung und Diskurse. Dieses Projekt widmet sich der Untersuchung eines komplexen Phänomens, das im Zeitalter globalisierter Massenmedien und einer nationale Grenzen überschreitenden Konnektivität in den Sozialen Medien entstanden ist und von uns als transnationale algorithmische öffentlichkeit bezeichnet wird. Eine interdisziplinäre Kombination aus computerlinguistischen Verfahren, Netzwerkvisualisierung, interkultureller Hermeneutik und kommunikationswissenschaftlicher Inhaltsanalyse ermöglicht es uns, die diesem Phänomen zugrundeliegenden Prozesse zu analysieren und abzubilden. Thematisch befasst sich das Projekt mit der politisch aktuellen Diskussion zur Atomenergie und Energiewende nach Fukushima in Deutschland und Japan.
  • Effiziente Simulationsexperimente zur Parameteroptimierung speicherintensiver computerlinguistischer Lernverfahren
    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Laufzeit: 1. Oktober 2016 - 30. September 2017
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (ab 10/2013)
    Ziel des Projekts ist es, speicherintensive maschinelle Lernverfahren für den Einsatz auf HPC-Clustern zu optimieren, um Simulationsexperimente zur systematischen Parameteroptimierung der Verfahren durchführen zu können. Als prototypischer Anwendungsfall dienen Matrixfaktorisierungen und Deep Learning-Modelle in der distributionellen Semantik.
  • Computer-basierte Messung von Motiven
    (Projekt aus Eigenmitteln)
    Laufzeit: 1. Januar 2016 - 1. Januar 2019
    Die standardisierte Messung impliziter motivationaler Bedürfnisse anhand der Inhaltskodierung von Fantasiegeschichten ist ein zeit- und personalintensives Verfahren. Der Lehrstuhl arbeitet in Kollaboration mit Kollegen aus der Corpuslinguistik und der Informatik daher an der Entwicklung computer-basierter Verfahren zur automatischen Messung motivationaler Bedürfnisse. Dabei kommen psychoinguistische Verfahren wie Linguistic Inquiry and Word Count ebenso zu Einsatz wie Mustererkennungsverfahren.
  • Mehrsprachigkeit und Migration
    (Projekt aus Eigenmitteln)
    Laufzeit: 1. Januar 2016 - 1. Januar 2019
  • Englisches Konstruktikon
    (Projekt aus Eigenmitteln)
    Laufzeit: 1. Januar 2016 - 1. Januar 2019
  • Korpuslinguistische Methoden und statistische Auswertungen im Digital Humanities-Zentrum KALLIMACHOS
    (Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Teilprojekt)
    Titel des Gesamtprojektes: KALLIMACHOS – Zentrum für digitale Edition und quantitative Analyse an der Universität Würzburg
    Laufzeit: 1. Oktober 2014 - 30. September 2017
    Mittelgeber: BMBF / Verbundprojekt
    URL: http://www.kallimachos.de/
    In diesem Teilprojekt soll das Verständnis für die mathematischen Eigenschaften der literarischen Autorschaftsattribution mit stilometrischen Abstandsmaßen verbessert werden. Außerdem ist die Trennung von Autor-, Gattungs- und Epochensignal in stilometrischen Analysen von großem Interesse, da dies wiederum der Zuverlässigkeit einer automatischen Genreklassifikationen nutzen könnte. Darüber hinaus sollen zuverlässige statistische Methoden zur Signifikanzüberprüfung der festgestellten Entwicklungen ausgearbeitet, implementiert und erprobt werden.
  • Entwicklung einer Textclustering-Software für die Auswertung von Meinungsumfragen mit RogTCS
    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Laufzeit: 3. Juni 2013 - 3. Juni 2016
    Mittelgeber: Industrie
    URL: https://www.rogator.de/software/textanalysesoftware/
    Gegenstand des Projekts ist die Erprobung verschiedener computerlinguistischer Verfahren zur halbautomatischen Auswertung offener Fragen in Meinungsumfragen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Identifikation wichtiger Themen (topic analysis), die Erkennung positiver, negativer und neutraler Bewertungen (polarity detection) sowie die Visualisierung der automatischen Auswertungen. Die eingesetzten Verfahren sind weitgehend sprachunabhängig und werden im Rahmen des Projekts auf deutsche und englische Textdaten angewendet.

Vorlesung (VORL)

Seminar (SEM)

FAU-interne Gremienmitgliedschaften / Funktionen

  • 1. Oktober 2015 - 30. September 2019, Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
  • Vorstandsmitglied
    seit 18. November 2014, Interdisziplinäres Zentrum für Lexikografie, Valenz- und Kollokationsforschung
  • Gründungsmitglied und Vorstandsmitglied
    seit 24. April 2014, Interdisziplinäres Zentrum für Digitale Geistes- und Sozialwissenschaften

Organisation von Tagungen / Konferenzen

Gutachtertätigkeiten für wissenschaftliche Zeitschriften

Sonstige FAU-externe Aktivitäten

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