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Dr. Alexandra Böhm

Studium der deutschen Literaturwissenschaft, Anglistik und Amerikanistik an der Universität Erlangen-Nürnberg und der University of Glasgow; Promotion an der Universität Gießen (Stipendiatin des Graduiertenkollegs „Klassizismus und Romantik in der europäischen Moderne“) und an der Universität Erlangen-Nürnberg; Promotion 2010 mit der Arbeit: Heine und Byron: Poetik eingreifender Kunst am Beginn der Moderne (De Gruyter 2013); nach Erziehungszeit (2013) Post-Doc: Stipendiatin des Programms zur Förderung besonders begabter Nachwuchswissenschaftlerinnen der Universität Erlangen-Nürnberg; seit April 2014 Habilitation mit dem Projekt „Narrative der Empathie: Tier-Mensch-Begegnungen in Philosophie, Wissenschaft und Literatur 1850-2010“; seit Mai 2015 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturgeschichte der Universität Erlangen-Nürnberg.

  • Cultural and Literary Animal Studies
  • Ecocriticism
  • Alterität und Fremdheit (diskursive Konstruktionen des Anderen in Orientalismus, Kolonialismus, Antisemitismus)
  • Ethik bzw. Anerkennungsrelationen in der Literatur
  • Politische Literatur
  • Europäische Ästhetikgeschichte (1750–1850)
  • Groteske, Arabeske, Karikatur, Ironie
  • Empathie und Narratologie
  • Epochenproblematik und Schwellenliteratur der Romantik und des Vormärz
  • Literatur-, Kultur- und Wissensgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts

Bücher

Herausgegebene Bände

Beiträge in Fachzeitschriften

Beiträge in Sammelwerken

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Übersicht (pdf)

  • Narrative der Empathie: Tier-Mensch-Begegnungen in Philosophie, Wissenschaft und Literatur 1850-2010
    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Laufzeit: 1. Mai 2015 - 1. Mai 2018
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    Entgegen rationalistischer Positionen, die die unüberbrückbare Distanz zwischen Mensch und Tier betonen, unterstreichen neuere Untersuchungen zum Tier-Mensch-Verhältnis das Vermögen der Empathie, über die Spezies-Grenze hinweg das Verstehen des Anderen zu ermöglichen. Von diesem Befund ausgehend analysiert das Projekt aus diachroner und systematischer Perspektive Narrative der Empathie im 19. und 20. Jahrhundert. Das Konzept der Empathie erfährt zwar gegenwärtig große Aufmerksamkeit, die Geschichte des Begriffs aber, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht, wird oft kaum beachtet. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wird die empathische Annäherung an das nicht-menschliche Andere, so die These der Arbeit, entgegen rationalistischer Diskurse, die eine scharfe Demarkationslinie zwischen Mensch und Tier behaupten, umfassend theoretisch und praktisch entwickelt. Diese Narrative der Empathie verfolgt das komparatistisch-kulturwissenschaftliche Projekt von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart anhand von philosophischen, wissenschaftlichen und literarischen Texten, die Begegnungen zwischen Menschen und Tieren fokussieren. Gefragt werden soll erstens, inwiefern Narrative der Empathie epistemologische Theorien und anthropologische Grenzziehungen zwischen Humanität und Animalität problematisieren. Hier wird die Frage gestellt, in welcher Weise sich durch die spezifische narrative Inszenierung von empathischen Mensch-Tier-Beziehungen die Speziesgrenze verändert und ob durch den Bruch mit dem rationalistischen Differenzmodell sich alternative Denkräume und Praktiken eröffnen. Zweitens soll das inszenierte empathische Gefühlswissen in Bezug zum zoologischen Wissen der Zeit gesetzt bzw. im Tierdispositiv der Zeit verortet werden. Drittens wird abschließend danach gefragt, welche diachronen Veränderungen sich in Bezug auf das Konzept der Empathie in Mensch-Tier-Beziehungen erkennen lassen und in welcher Weise sich diese zu der jeweiligen narrativen Struktur und poetischen Form der untersuchten Texte verhalten.

Organisation von Tagungen / Konferenzen

Vorträge

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