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LitG AM: Dokumentarisches Erzählen

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Anders als (audio-)visuelle Medien, denen bis weit ins 20. Jahrhundert die Fähigkeit einer unmittelbaren Wirklichkeitsaufzeichnung zugeschrieben wurde, hat die Literatur als schriftsprachliches Medium seit jeher mit dem Vorwurf der Manipulations- und Täuschungsanfälligkeit zu kämpfen. Dennoch wenden sich auch literarische Texte immer wieder der „Welt draußen“ (Koschorke) zu und wollen deren Spuren einfangen, indem sie diese dokumentieren. Das Seminar widmet sich dieser Traditionslinie eines Erzählens, das sich eher auf der Seite der ‚Fakten‘ statt der ‚Fiktionen‘ verortet. Es werden literarische Praktiken und narrative Strategien der Herstellung von Wirklichkeitsreferenzen vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart untersucht und ästhetische wie soziopolitische Zielsetzungen analysiert, die mit dem dokumentarischen Erzählen verbunden sind.

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