Dr. Jan Hon

Lehrstuhl für Deutsche Philologie im europäischen Kontext

Adresse

Bismarckstraße 1 91054 Erlangen

Kontakt


Seit 4/2021: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Deutsche Philologie im europäischen Kontext, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

2019–2021: Feodor Lynen Postdoctoral Fellow, University of California, Berkeley

2013–2019: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut für deutsche Philologie, Ludwig-Maximilians-Universität München

2014: Promotion zum Dr. phil. (Deutsche Sprache und Literatur des Mittelalters/Slavistik), Ludwig-Maximilians-Universität München

2011–2012: Stipendiat des Internationalen Doktorandenkollegs ‚Textualität in der Vormoderne‘, Ludwig-Maximilians-Universität München

2011: Visiting Scholar, University of California, Berkeley

2008–2010: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, SFB 573 ‚Pluralisierung und Autorität in der Frühen Neuzeit‘, Teilprojekt A3 ‚Auctoritas und imitatio veterum‘

2008: Magisterabschluss (Germanistik/Bohemistik), Karlsuniversität Prag

Vergleichende Philologie des Mittelalters und der Frühen Neuzeit (mit Schwerpunkt auf deutscher, tschechischer und jiddischer Literatur)

Übersetzung und ihre Theorie in der Vormoderne

Vernakulare religiöse Diskurse des Spätmittelalters

Materialität des Textes und der frühneuzeitliche Medienwandel

Editionsphilolgie

Narratologie und Performativität

Bücher

Herausgegebene Bände

Beiträge in Fachzeitschriften

Beiträge in Sammelwerken

Übersetzungen

Sonstige

vollständige Übersicht

  • Edition und materielle Untersuchung der 'Cambridger Handschrift' T-S 10 K 22


    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Project leader:
    Term: 1. Juni 2026 - 31. Mai 2029
    Funding source: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)

    Zwei Hauptziele des im Rahmen der DFG-Nahostkooperation durchgeführten Projekts sind eine neue (gedruckte und digitale) Edition und eine komplexe materielle Untersuchung der 'Cambridger Handschrift' T-S 10 K 22, einer spätmittelalterlichen Hs. aus dem Nahen Osten, welche die ältesten vollständigen Texte in der mittelalterlichen Volkssprache der aschkenasischen Juden enthält. Die zwei Projektziele sind eng miteinander verwoben und ergeben sich aus der Beobachtung, dass keine der vorhandenen Editionen eine geeignete Referenzausgabe - oder die Grundlage für eine solche - darstellt und dass die Arbeit an einer solchen Edition eine neue Untersuchung des Codex als eines materiellen Artefakts erfordert. Dies liegt vor allem an dem schlechten Zustand der Handschrift, der zu einer Vielzahl strittiger, teils auch schlicht falscher Lesarten in den bestehenden Editionen geführt hat, und an der Verfügbarkeit neuer, bisher nicht genutzter Technologien wie der multispektralen Bildgebung und der Röntgenfluoreszenz. Diese Technologien, welche dem Projekt dank einer vereinbarten Kooperation mit der Cambridge University Library zur Verfügung stehen, versprechen eine viel bessere Rekonstruktion der vielen beschädigten Passagen, als bisher möglich war. Der Einsatz dieser Technologien gibt darüber hinaus Gelegenheit, den Codex in seiner Materialität als einzigartiges historisches Artefakt aus dem spätmittelalrerlichen östlichen Mittelmeerraum zu erkunden. Die Ergebnisse des Projekts adressieren verschiedene Nutzergruppen und werden daher auf verschiedenen Kanälen publiziert: 

    • Eine kritische Ausgabe, die die zukünftige Referenzausgabe aller Texte des Manuskripts darstellen und den Codex als Ganzes präsentieren wird. Die Ausgabe wird Transkriptionen in hebräische und lateinische Schrift (letztere nach dem 'Trierer System') sowie englische Übersetzungen aller Texte enthalten. 
    • Eine digitale Online-Edition auf der Plattform BIMA 2, die es ermöglicht, Texte in hebräischer Schrift direkt in das Digitalisat einzubetten und sie mit Links zu anderen Online-Quellen zu versehen. Dies wird die weitere Erforschung von paläographischen, kodikologischen und anderen materiellen Aspekten des Codex ermöglichen und erleichtern. 
    • Eine Monographie, die die Ergebnisse der Projektarbeit in einer Reihe einschlägiger Studien vorstellen wird. Ein Teil der Studien wird sich quellenkritischen Fragen sowie den Zusammenhängen des Codex mit der mittelhochdeutschen Literatur widmen, ein Teil wird sich auf materielle Aspekte und deren mögliche historische Kontexte konzentrieren.
  • Medieval Bohemian Marian and Magdalenian Plancts as a Textual and Cultural Performance


    (FAU-externes Projekt)
    Term: 1. Januar 2021 - 31. Dezember 2023
    Funding source: Ausländische Drittmittelgeber (keine EU-Mittel)

    The project focuses on aspects of reception in the extant corpus of Marian and Magdalenian planctus from medieval Bohemia (2 in Latin; 4 in Old Czech; 1 in Middle High German). Linguistic and literary analyses aim to explore possible modes of reception of these texts by their historical audiences (such as private vs. communal reading or theatrical performance). In addition to systematic studies on topics such as planctus as a literary genre or the socio-cultural and performative contexts of the Bohemian corpus, all texts will be presented in new editions and, for the first time, in English translations.


Alle Lehrveranstaltungen aus den vergangenen Semestern finden Sie auf campo.)

No awards found.