Silvias Hirsch: Vergil, Aeneis VII (Vat. lat. 3225, um 400) | Heinrich von Veldeke, Eneasroman (Berlin, Mgf. 282, um 1220/30) | Bartolomeo Pinelli (British Museum, Nr. 1949,1008.226, ca. 1811)

Silvias Hirsch: Vergil, Aeneis VII (Vat. lat. 3225, um 400) | Heinrich von Veldeke, Eneasroman (Berlin, Mgf. 282, um 1220/30) | Bartolomeo Pinelli (British Museum, Nr. 1949,1008.226, ca. 1811).

Im Zentrum von Forschung und Lehre am Lehrstuhl für Deutsche Philologie im europäischen Kontext steht die philologische Auseinandersetzung mit der deutschen Dichtung vornehmlich des Mittelalters, auch unter vergleichendem Einschluss weiterer altgermanischer Dialekte und benachbarter Sprachen.

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Lehrbeauftragte

  • Edition und materielle Untersuchung der 'Cambridger Handschrift' T-S 10 K 22


    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Project leader:
    Term: 1. Juni 2026 - 31. Mai 2029
    Funding source: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)

    Zwei Hauptziele des im Rahmen der DFG-Nahostkooperation durchgeführten Projekts sind eine neue (gedruckte und digitale) Edition und eine komplexe materielle Untersuchung der 'Cambridger Handschrift' T-S 10 K 22, einer spätmittelalterlichen Hs. aus dem Nahen Osten, welche die ältesten vollständigen Texte in der mittelalterlichen Volkssprache der aschkenasischen Juden enthält. Die zwei Projektziele sind eng miteinander verwoben und ergeben sich aus der Beobachtung, dass keine der vorhandenen Editionen eine geeignete Referenzausgabe - oder die Grundlage für eine solche - darstellt und dass die Arbeit an einer solchen Edition eine neue Untersuchung des Codex als eines materiellen Artefakts erfordert. Dies liegt vor allem an dem schlechten Zustand der Handschrift, der zu einer Vielzahl strittiger, teils auch schlicht falscher Lesarten in den bestehenden Editionen geführt hat, und an der Verfügbarkeit neuer, bisher nicht genutzter Technologien wie der multispektralen Bildgebung und der Röntgenfluoreszenz. Diese Technologien, welche dem Projekt dank einer vereinbarten Kooperation mit der Cambridge University Library zur Verfügung stehen, versprechen eine viel bessere Rekonstruktion der vielen beschädigten Passagen, als bisher möglich war. Der Einsatz dieser Technologien gibt darüber hinaus Gelegenheit, den Codex in seiner Materialität als einzigartiges historisches Artefakt aus dem spätmittelalrerlichen östlichen Mittelmeerraum zu erkunden. Die Ergebnisse des Projekts adressieren verschiedene Nutzergruppen und werden daher auf verschiedenen Kanälen publiziert: 

    • Eine kritische Ausgabe, die die zukünftige Referenzausgabe aller Texte des Manuskripts darstellen und den Codex als Ganzes präsentieren wird. Die Ausgabe wird Transkriptionen in hebräische und lateinische Schrift (letztere nach dem 'Trierer System') sowie englische Übersetzungen aller Texte enthalten. 
    • Eine digitale Online-Edition auf der Plattform BIMA 2, die es ermöglicht, Texte in hebräischer Schrift direkt in das Digitalisat einzubetten und sie mit Links zu anderen Online-Quellen zu versehen. Dies wird die weitere Erforschung von paläographischen, kodikologischen und anderen materiellen Aspekten des Codex ermöglichen und erleichtern. 
    • Eine Monographie, die die Ergebnisse der Projektarbeit in einer Reihe einschlägiger Studien vorstellen wird. Ein Teil der Studien wird sich quellenkritischen Fragen sowie den Zusammenhängen des Codex mit der mittelhochdeutschen Literatur widmen, ein Teil wird sich auf materielle Aspekte und deren mögliche historische Kontexte konzentrieren.
  • LDM: Lyrik des deutschen Mittelalters: Eine elektronische Edition des Minnesangs


    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Project leader: ,
    Term: 1. März 2017 - 30. September 2026
    Acronym: LDM
    Funding source: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: http://www.ldm-digital.de

    Ein erheblicher Teil des Minnesangs ist mehrfach überliefert. Die intensive texttheoretische und mediengeschichtliche Diskussion der letzten Jahre hat gezeigt, dass die überlieferung in ihrer Varianz unbedingt ernst zu nehmen ist. Diesen Erkenntnisstand konsequent in die Editionspraxis zu überführen, ist das Ziel des Projekts; das Mittel hierzu ist der Ersatz des gedruckten Buches durch die elektronische Edition. Nur diese ermöglicht es, die Texte in ihren unterschiedlichen überlieferungszuständen so aufzubereiten, dass jedem Benutzer genau die Synopse an die Hand gegeben werden kann, die er gerade benötigt. Zudem kann der Text nicht nur in editorisch bearbeiteter Form dargeboten werden, sondern auch in den Gestalten, die wie das Digitalisat und die Transkription unmittelbar an die Handschriften selbst heranführen. Schließlich ermöglicht es die Wahl des elektronischen Mediums, die Texte frei zugänglich zu machen (Open Access). Das Projekt schließt an ein Pionierprojekt an, in dem das editorische Konzept detailliert ausgearbeitet, die verschiedenen Arbeitsabläufe erprobt und die technische Machbarkeit nachgewiesen worden sind. Sein Korpus umfasst den gesamten Minnesang.

  • LHM: Lyrik des hohen Mittelalters. Eine exemplarische elektronische Edition


    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Project leader: ,
    Term: 1. Mai 2013 - 31. Dezember 2015
    Acronym: LHM
    Funding source: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    Ein erheblicher Teil der Lyrik des deutschen Mittelalters ist mehrfach überliefert. Die intensive texttheoretische und mediengeschichtliche Diskussion der letzten Jahre hat gezeigt, dass die Überlieferung in ihrer Varianz unbedingt ernst zu nehmen ist. Diesen Erkenntnisstand konsequent in die Editionspraxis zu überführen, ist das Ziel des Projekts; das Mittel hierzu ist der Ersatz des gedruckten Buches durch die elektronische Edition. Nur diese ermöglicht es, die Texte in ihren unterschiedlichen Überlieferungszuständen so aufzubereiten, dass jedem Benutzer genau die Synopse an die Hand gegeben werden kann, die er gerade benötigt. Zudem kann der Text nicht nur in editorisch bearbeiteter Form dargeboten werden, sondern auch in Gestalten, die wie das Digitalisat und die Transkription unmittelbar an die Handschriften selbst heranführen. Schließlich ermöglicht es die Wahl des elektronischen Mediums, die Texte frei zugänglich zu machen (Open Access). Das Projekt versteht sich also als ein Pionierprojekt, das sowohl die editorischen Standards für eine überlieferungsnahe Lyrikedition als auch deren technische Voraussetzungen erproben will. Die Korpora sind so gewählt, dass sie mit Lied, Leich und Sangspruch das gesamte Gattungsspektrum hochmittelalterlicher Lyrik abdecken und unterschiedliche Autorentypen vertreten. Außerdem liegt der Fokus auf Autoren, deren Texte mehrfach und damit variant überliefert und die bislang nicht oder nur unzureichend ediert sind.
  • Kommentierte Bibliographie zu ›Nibelungenlied‹ und Nibelungensage. 1945–2005


    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Project leader:
    Term: 1. März 2008 - 31. Oktober 2011
    Funding source: FWF. Der Wissenschaftsfonds

    Ziel des Projekts ist eine kommentierte Bibliographie zur Nibelungenforschung für die Jahre 1945–2005. Erfasst werden sämtliche Abhandlungen (inklusive der ›pseudo-wissenschaftlichen‹ Literatur), die in diesem Zeitraum zu ›Nibelungenlied‹ und weiteren mittelalterlichen Zeugnissen der Nibelungensage publiziert wurden. Die neuzeitliche Rezeptionsgeschichte (z. B. Wagner, Hebbel) wird aus pragmatischen Gründen nicht berücksichtigt. Jeder Forschungsbeitrag wird in einem kurzen Inhaltsreferat vorgestellt und nach behandelten Texten und Themen verschlagwortet. Diverse Indizes sollen den Umgang mit der kommentierten Bibliographie erleichtern. Die Bibliographie wird in Form einer Monographie publiziert, wenn möglich in Verbindung mit einer CD-ROM-Ausgabe. Die Bibliographie soll einen raschen und pragmatischen Überblick zur Nibelungenforschung 1945–2005 vermitteln, die in ihrer Vielfalt und Breite heute für den Einzelnen nicht mehr überschaubar ist. Zudem werden durch die chronologisch gereihten Kurzreferate die forschungsgeschichtlichen Strömungen und Paradigmenwechsel sichtbar. Vor allem aber sollten sich aus der Darstellung der bisherigen Forschungsergebnisse und -trends wesentliche Anregungen für die zukünftige Auseinandersetzung mit den nibelungischen Texten ergeben.

Seit 2015


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    2019-03-26 - 2019-11-12

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