Dr. Anna Busa
Lehrstuhl für Deutsche Philologie im europäischen Kontext
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2026- Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Forschungsprojekt "Edition und materielle Untersuchung der 'Cambridge Handschrift T-S 10 K 22'"
2023-2026 Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Judaistik Ludwig-Maximilans-Universität München
2015-2022 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Judaistik Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt
2021 Promotion am École Pratique des Hautes Études, Paris/ Johann Wolfgang Goethe Universität, Frankfurt
2014 Magister Universität Heidelberg/Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg
- materielle Textualität,
- Editorialtheorie,
- mittelalterliche Midrashim,
- semitische Grammatik
Bücher
- Busa, Anna. The Art of Compilation. Midrash Pirqa de-Rabbenu ha-Qadosh in Popular Anthologies from the Cairo Genizah. Leiden: Brill, 2026.
DOI: DOI 10.1163/9789004734364
BibTeX: Download - Busa, Anna. Die Phylakterien von Qumran (4Q128.129.135.137) aus der Heidelberger Papyrussammlung. Heidelberg: Winter, 2015.
BibTeX: Download
Edition und materielle Untersuchung der 'Cambridger Handschrift' T-S 10 K 22
(Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)Project leader:
Term: 1. Juni 2026 - 31. Mai 2029
Funding source: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)Zwei Hauptziele des im Rahmen der DFG-Nahostkooperation durchgeführten Projekts sind eine neue (gedruckte und digitale) Edition und eine komplexe materielle Untersuchung der 'Cambridger Handschrift' T-S 10 K 22, einer spätmittelalterlichen Hs. aus dem Nahen Osten, welche die ältesten vollständigen Texte in der mittelalterlichen Volkssprache der aschkenasischen Juden enthält. Die zwei Projektziele sind eng miteinander verwoben und ergeben sich aus der Beobachtung, dass keine der vorhandenen Editionen eine geeignete Referenzausgabe - oder die Grundlage für eine solche - darstellt und dass die Arbeit an einer solchen Edition eine neue Untersuchung des Codex als eines materiellen Artefakts erfordert. Dies liegt vor allem an dem schlechten Zustand der Handschrift, der zu einer Vielzahl strittiger, teils auch schlicht falscher Lesarten in den bestehenden Editionen geführt hat, und an der Verfügbarkeit neuer, bisher nicht genutzter Technologien wie der multispektralen Bildgebung und der Röntgenfluoreszenz. Diese Technologien, welche dem Projekt dank einer vereinbarten Kooperation mit der Cambridge University Library zur Verfügung stehen, versprechen eine viel bessere Rekonstruktion der vielen beschädigten Passagen, als bisher möglich war. Der Einsatz dieser Technologien gibt darüber hinaus Gelegenheit, den Codex in seiner Materialität als einzigartiges historisches Artefakt aus dem spätmittelalrerlichen östlichen Mittelmeerraum zu erkunden. Die Ergebnisse des Projekts adressieren verschiedene Nutzergruppen und werden daher auf verschiedenen Kanälen publiziert:
- Eine kritische Ausgabe, die die zukünftige Referenzausgabe aller Texte des Manuskripts darstellen und den Codex als Ganzes präsentieren wird. Die Ausgabe wird Transkriptionen in hebräische und lateinische Schrift (letztere nach dem 'Trierer System') sowie englische Übersetzungen aller Texte enthalten.
- Eine digitale Online-Edition auf der Plattform BIMA 2, die es ermöglicht, Texte in hebräischer Schrift direkt in das Digitalisat einzubetten und sie mit Links zu anderen Online-Quellen zu versehen. Dies wird die weitere Erforschung von paläographischen, kodikologischen und anderen materiellen Aspekten des Codex ermöglichen und erleichtern.
- Eine Monographie, die die Ergebnisse der Projektarbeit in einer Reihe einschlägiger Studien vorstellen wird. Ein Teil der Studien wird sich quellenkritischen Fragen sowie den Zusammenhängen des Codex mit der mittelhochdeutschen Literatur widmen, ein Teil wird sich auf materielle Aspekte und deren mögliche historische Kontexte konzentrieren.
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