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UE: Literarische Arbeit am Körper - Ulrichs von Liechtenstein "Frauendienst"

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Zeit/Ort n.V.
Inhalt

Ein Minnesänger, der sich den Mund operieren lässt und trotzdem kein Wort hervorbringt, als er der Dame begegnet. Ein Buch, das sich fürchtet, von der Dame gefoltert zu werden. Ein Verehrer, der ihr Handwaschwasser trinkt. Ein Ritter, der ihr seinen Finger zwischen zwei handförmigen Buchschließen aus Gold sendet. Ein Turnierkämpfer, der sich als Liebesgöttin Venus verkleidet. Ulrichs von Liechtenstein um 1255 verfasster "Frauendienst" besteht aus einem epischen Rahmen und zahlreichen Liedern. Erzählt wird diese Parodie höfischer Verehrung zweier Damen aus der Perspektive eines Ich, das – als Ritter und Sänger ‒ seine Leiblichkeit facettenreich exponiert. Die Übung legt den Schwerpunkt auf die diskursive Organisation der Körper und auf die Interaktion unterschiedlicher Körperdiskurse im Text.

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Erwartete Teilnehmerzahl: 15