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LitG AM MS/GS: Lyrik des Hochmittelalters

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

74611

  • Di 9:45-11:15, Raum 2.047

Inhalt

Das Thema des Seminars mag romantische Vorstellungen erwecken: von festlichen Gelagen auf Burgen, bei denen fahrende Dichter ihre verträumten Minnegedichte vortragen, welche zuweilen gewidmet sind einer heimlichen, verklärten Liebe, musikalisch begleitet von Harfe oder Laute, gesungen zum Amusement eines höfischen Publikums. Ganz abwegig ist diese Szenerie nicht, denn die Lyrik des Hochmittelalters besteht zum großen Teil aus Liebesgedichten, die wir mit dem Begriff "Minnesang" bezeichnen. Doch manche Autoren - allen voran Walther von der Vogelweide - zeigen in ihren lyrischen Texten auch andere Inhalte auf, die oftmals miteinander vermischt sind: ethische, politische, gesellschaftliche und nicht zuletzt geistliche. Anhand ausgewählter Gedichte aus allen Genres wird somit im Seminar nicht nur eine Einführung gegeben in die lyrischen Formen des 12. und 13. Jahrhunderts, sondern auch in die höfische Welt dieser Zeit. Und mit der Lektüre, Übersetzung und Kommentierung der Texte ist zugleich eine Einübung in die damalige Sprache verbunden. Vorkenntnisse des Mittelhochdeutschen sind für die Teilnahme am Kurs nicht vonnöten.

Empfohlene Literatur

INGRID KASTEN, MARGHERITA KUHN: Deutsche Lyrik des Frühen und Hohen Mittelalters. Frankfurt a.M. 2005 (Deutscher Klassiker Verlag TB 6). GERT HÜBNER: Ältere deutsche Literatur. Eine Einführung. Tübingen 2006 (UTB 2766). HILGERT WEDDIGE: Einführung in die germanistische Mediävistik. München 2008 (C.H. Beck).

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Erwartete Teilnehmerzahl: 25