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LitG AM: Leserlenkung. Engagierte Poesie des 16.-18. Jahrhunderts

Dozent/in
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Zeit/Ort n.V.
Inhalt

Dichtung ist gerade in der Frühneuzeit ganz überwiegend kein ästhetischer Selbstzweck, sondern versucht sehr wohl ‚Botschaften‘ zu vermitteln, die in konkrete politische und weltanschauliche Wirkungsabsichten eingebunden sind. Das erkennt man freilich erst, wenn man die Texte ‚rekontextualisiert‘, sie also ins Umfeld der Diskurse und Ereignisse stellt, die den zeitgenössischen Produzenten und Konsumenten geläufig waren. Im Seminar geht es anhand ausgewählter Paradigmen u.a. darum, die Zeitbezogenheit literarischer Erzeugnisse zu analysieren – die Bereitschaft, sich in historische Kontexte einzuarbeiten, ist deshalb zwingende Voraussetzung für die Teilnahme. Überdies sollen unterschiedliche Verfahren der Behandlung entsprechender Themen, die dahinterstehenden epochentypischen Funktionalisierungen und literarischen Metaphorisierungen und Wirkungsstrategien herausgearbeitet sowie typische zeitgenössische Medien berücksichtigt werden. Um dem verbreiteten Vorurteil gegenzusteuern, ‚politische’ Lyrik sei prinzipiell ‚fortschrittlicher’ Ausrichtung (in welchem Sinne auch immer), werden jeweils kontroverse weltanschauliche Ausrichtungen durch Beispiele vertreten sind. Die Veranstaltung findet asynchron statt. Es müssen regelmäßige schriftliche Aufgaben erledigt werden.

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 27