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Lit AM: Metaphern interpretieren

Dozent/in
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Zeit/Ort n.V.
Inhalt

Die Metapher gehört wohl zu den rätselhaftesten Phänomenen von Sprache und Literatur. Auch nach mehr als zwei Jahrtausenden sind wir der klaren Beschreibung der flirrenden Unklarheiten, die sie verursacht, nur bedingt näher gekommen. Im Seminar wollen wir miträtseln und uns das spektakuläre Feuerwerk an Fragen und Antworten, die fast jede Metapher bereithält, genauer ansehen. Das Seminar hat vor allem den interpretationspraktischen Aspekt im Auge. Ausgehend von wenigen kurzen Textbeispielen werden wir uns in jeder Sitzung die Fragen stellen: Warum ist das eine Metapher? Was bedeutet diese Metapher? Wie kommt diese Bedeutung zustande? Und warum genau diese Bedeutung? Es ist klar, dass es auf diese Fragen keine eindeutige oder gar "richtige" Antwort gibt, daher wird der Großteil des Seminargesprächs daraus bestehen, unsere jeweils eigenen Interpretationen zu entwickeln, auszuarbeiten und zu diskutieren. TeilnehmerInnen brauchen daher kein Vorwissen mitzubringen, lediglich ein Interesse an der Frage: "Was tun wir eigentlich, wenn wir Interpretieren?" Während das Seminar explizit darauf ausgelegt ist, den Umgang mit Mehrdeutigkeit zu üben, werden wir, wo es sich anbietet, unsere Interpretationen auch auf die gängigen Metapherntheorien beziehen bzw. sie mit ihnen abgleichen. Schließlich wollen wir uns die Frage stellen, was die Interpretation einer mittelhochdeutschen Metapher von der einer neuhochdeutschen unterscheidet. Anstatt Referaten wird es Experten(gruppen) geben, die zum Einstieg kurz (!) über den Text informieren, aus dem die behandelten Metaphern stammen und eine Interpretationsmöglichkeit aufzeigen. Die Hausarbeit kann - muss aber nicht - eine ausführliche Analyse einer der im Seminar behandelten Textpassagen sein.

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 25