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M/SM: Frauenlob

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

  • Mi 14:00-16:00, Raum B 4A1

Voraussetzungen / Organisatorisches

*Dieses Seminar wird auch als Bachelor-Hauptseminar im Vertiefungsmodul angerechnet.*

Inhalt

Der Lyriker Heinrich Frauenlob (gest. 1318) schuf Dichtung für Eingeweihte: stilistisch manieriert bis esoterisch, durchzogen von Verweisen auf gelehrtes anthropologisches und philosophisches Wissen, wenden die Strophen sich traditionell spruchdichterlichen Themen (Gönnerlob, politische Ethik, Ständeordnung) ebenso wie den höchsten Fragen (Ordnung des Kosmos, Schöpfung, Liebe als Weltprinzip) zu. In seinen drei berühmten Leichs (Marienleich, Minneleich, Kreuzleich) hat Frauenlob die Verschränkung von musikalischer Komplexität und sprachlicher Komplexität offenbar so auf die Spitze getrieben, daß nach ihm diese Gattung weitgehend erledigt war. Frauenlob erregte bei seinen Zeitgenossen und Dichterkollegen ungläubige Bewunderung, aber auch vernichtenden Spott. Über das Werk dieses Dichters, der historisch in vieler Hinsicht nicht mehr zu überbieten war, soll das Seminar einen Überblick verschaffen. Das bedeutet in erster Linie: genaue und geduldige Textarbeit ('slow philology' ;-)).

Empfohlene Literatur

Textauswahl mit Übersetzungen, zur Anschaffung sehr empfohlen: Lyrik des späten Mittelalters, hg. von Burghart Wachinger (Bibliothek deutscher Klassiker, 18,00 Euro). -- Zur Einführung: Gert Hübner, Minnesang im 13. Jahrhundert, Tübingen 2008, S. 146-163

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 15