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Joachim Peters, M.A.

  • Organisation: Department Germanistik und Komparatistik
  • Abteilung: Lehrstuhl für Germanistische Sprachwissenschaft
  • Telefonnummer: +49 9131 85-23934
  • Faxnummer: +49 9131 85-22124
  • E-Mail: joachim.peters@fau.de
  • Webseite:
  • Adresse:
    Bismarckstr. 1
    91054 Erlangen
    Raum C 206
  • Sprechzeiten: Jede Woche Mi, 11:00 - 12:00, Raum C 206, Anmeldung erwünscht per E-Mail
    in der vorlesungsfreien Zeit - Sprechstunde nach Vereinbarung per E-Mail

 

 

  • Sprache und Medizin
  • Textsorten, Fachsprache und Wissenstransfer in der Humanmedizin
  • Arzt-Patienten-Kommunikation
  • Diskurslinguistik
  • Korpuslinguistik
  • Historische deutsche Sprachwissenschaft
  • Historische Soziolinguistik
  • Textlinguistik, Textsorten und Spracharbeit in der Frühen Neuzeit
  • Germanische Sprachen des (frühen) Mittelalters

Beiträge in Fachzeitschriften

Beiträge in Sammelwerken

Beiträge bei Tagungen

Abschlussarbeiten

  • Peters, J. (2017). Den Feind beschreiben: Multiresistente Erreger im deutschen Pressediskurs. Eine diskurslinguistische Untersuchung der Jahre 1994–2015 (Master thesis).

  • Mitglied im DFG-Forschungsnetzwerk Linguistik & Medizin
  • Oral Presentation, 16th World Congress of the European Association for Palliative Care:The Birth of a Discipline: Development of Academic Professionalisation in German Palliative Medicine from a Linguistic Viewpoint

    A corpus of 1492 articles from the leading German medical journal Deutsches Ärzteblatt between 1973 and 2018 (c. 400.000 words) was subjected to qualitative linguistic analysis. The dataset allows for the exploration of attitudes towards palliative medicine from the perspective of general medicine. A second corpus of articles from the German journals Zeitschrift für Palliativmedizin and Der Onkologe from 2000-2018 (3740 articles, c. 4.5 million words) was used to determine keywords in modern-day palliative care during five different time periods.
    16th EAPC Congress 2019 „Global palliative care – shaping the future“, Berlin 23.-25. Mai 2019. 
  • Schülerkontaktstudium 2019 „Variationslinguistik“ (Ohm-Gymnasium Erlangen)

PalaDin (Palliativmedizin als Diskurs – interdisziplinär)

In westlichen Industrieländern sind degenerative und chronische Krankheiten im höheren Lebensalter die häufigsten Todesursachen. Dieser Umstand führt dazu, dass auch in Deutschland immer mehr Menschen im Umfeld einer Palliativstation mit Sterben, Tod und der eigenen Vergänglichkeit konfrontiert werden. Die öffentliche Rezeption palliativer Angebote ist für den deutschsprachigen Bereich jedoch kaum erforscht.
Das Projekt wird in Kooperation mit der Abteilung für Palliativmedizin des Universitätsklinikums Erlangen durchgeführt. Ziel ist die interdisziplinäre Erfassung von Selbstverständnis, Darstellung und Wahrnehmung der Palliativmedizin in der internen Kommunikation, in Presse und Öffentlichkeit und in der Allgemeinbevölkerung. Dabei werden sprachwissenschaftliche, computerlinguistische und sozialwissenschaftlich-medizinische Methoden kombiniert. Das Textkorpus umfasst derzeit etwa 38 Millionen Wörter und besteht aus medizinischen Fachtexten, Pressetexten, leitfadengestützten Interviews und Webauftritten palliativmedizinischer Institutionen.
Aus den Ergebnissen werden Handlungsmöglichkeiten abgeleitet, wie die Vermittlung ethischer Leitkonzepte und zentrale Inhalte der Palliativmedizin in der Öffentlichkeit optimiert werden können. Gleichzeitig wird exemplarisch an der Palliativmedizin ein linguistisches Beschreibungsmodell für die Ermittlung fachspezifischer Werthaltungen in medizinischen Teildisziplinen entwickelt.
Ein Leitbegriff-Modell soll textsortenspezifisch zeigen, welchen Aufgaben, Ziele und Werthaltungen palliativmedizinische Texte erkennen lassen, und welche Konsequenzen sich daraus für das Fach ergeben. Es umfasst folgende Arbeitsschritte:

1. Quantitative Analyse
– Einfache Frequenzanalyse (Analyse von Worthäufigkeiten und Wortgebrauch)
– Berechnung von Keywords
– Berechnung von Kollokationen
– Ermittlung von semantischen Schlüsseldomänen (key semantic domains)

2. Qualitative Analyse
– Analyse von Konkordanzen (Kontexte der Keywords)
– Metaphern- und Metonymienanalyse
– maschinelle Auffindung semantischer Kookkurrenzen von Leitkonzepten
– computergestütze sentiment analysis
– syntaktische Analyse
– Propositionsanalyse
– Erfassung von Kohärenzmitteln
– Erfassung narrativer Muster
– Erfassung akteursbezogener Charakterisierungen
– Erfassung topischer Argumentationsbausteine

Das Projekt wird durch den Universitätsbund und die Luise-Prell-Stiftung gefördert (Projektlaufzeit 3/2019 – 3/2020).


Metaphorik im Symptomenregister Samuel Hahnemanns (1755–1843)
Anhand einer Stichprobe von 326 handschriftlich beschriebenen Seiten aus dem Symptomenregister Samuel Hahnemanns (Buchstaben A, B, C/K, E, G, M, P, S/Sch, T, W) werden metaphorische Symptombeschreibungen aus den Jahren 1830–1835 systematisch erfasst und kategorisiert. Das Symptomenregister ist in deutscher Sprache verfasst und auch für die unteren Stände allgemein verständlich – im Gegensatz zur zeitgenössischen Fachliteratur werden lateinische Fachbegriffe in deutscher Sprache paraphrasiert. Die Daten geben einen Einblick in die Wahrnehmung von Krankheit und Schmerz in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.