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Ling VM 1 + A, Lex - HS: Wortbildung (Erlangen)

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

Modulnr.: 74021 (Ling VM 1), 74211 (A-Lex)

  • Mo 10:15-11:45, Raum KH 2.012

Inhalt

„Darf Bio lidln?"| Mit diesem – fast unverständlichen – Titel wendet sich das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL in der Ausgabe vom 2. 2. 2019 an seinen Leser. Die Aufdeckung solcher Strukturen erfordert vom Rezipienten Welt- und Sprachwissen – und ist genau der Zweck des Hauptseminars, das sich an Studierende wendet, die neugierig und kritisch sind und sich eingehend mit der Wortbildung des Gegenwartsdeutschen beschäftigen möchten. Es wird sich mit zentralen Problemen der Wortbildung befassen, insbesondere mit morphologischen (Morphemklassen, Konfixen, Affixoiden), syntaktischen (Paraphrasenbildung), semantischen (Motiviertheitsgraden, Wortbildungsbedeutung) und pragmatischen Aspekten sowie mit den wichtigsten Wortbildungsarten. So zeigt erneut folgender Beleg, dass sich eine Auseinandersetzung mit der Wortbildung als Verfahren und mit ihren Produkten lohnt: |„Danke, dass es um die wissenschaftlich-technologischen Möglichkeiten geht und nicht um quasireligiöses Ökogutmenschentum"| (DER SPIEGEL 26.01.2019, S. 128). Wie sind solche und weitere Erscheinungen wie beispielsweise |Frauenversteher, Pflegeroboter, postfaktisch, Mikroplastik-Gejammer| oder |Brexit-Chaos zu interpretieren? Ebendieser spannenden Frage und anderer mehr wollen wir uns während des Semesters widmen. Das erworbene Grundlagenwissen, das für alle Studiengänge relevant ist, soll durch Übungen gefestigt werden.

Empfohlene Literatur

Fleischer, Wolfgang/Barz, Irmhild (2012): Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache. 4. Aufl. Berlin, Boston: de Gruyter (= de Gruyter Studium).

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 15