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17./18. Januar 2018: Komödie als soziale und ästhetische Praxis im 18. Jahrhundert

17.1.2020 ab 13 Uhr

Ort: PSG 005, Kochstraße 6a

Die zweitägigeTagung befasst sich mit der Komödie als soziale und ästhetische Praxis im deutschsprachigen 18. Jahrhundert und fokussiert dabei eine italienisch-deutsche Perspektive. Sie widmet sich eher implizit sichtbaren Konzepten von Komödien, wie sie in ganz unterschiedlichen kulturellen Bereichen zum Vorschein kommen; diese Vielfalt resultiert nicht zuletzt aus dem Umstand, dass die Komödie als zentrale europäische Äußerungsform ein wichtiges Medium des Kulturtransfers war. Die Tagung geht von einem kulturwissenschaftlich erweiterten Wissensbegriff aus, der unterschiedliche Textzeugnisse wie soziale Praxen ausdrücklich mit einschließt.
Sie befasst sich nicht nur mit gängigen Komödientheorien der Zeit und den bekannten Exempeln der Komödienkunst (etwa Gottsched, Gellert und Lessing auf deutscher Seite, Goldoni, Chiari und Gozzi auf italienischer), sondern auch mit mehr oder minder starken oder sichtbaren Markierungen in allen möglichen Bereichen der Kultur. Ausgehend von der Überlegung, dass Komödienkompetenz natürlich zum einen an die jeweilige soziale Praxis des Theaters und der gesellschaftlichen Akzeptanz von Komikformen oder komikaffinen Kommunikationsformen (Verlachen, Provokationen, Injurien, Beleidigungen, Diskriminierungen, Pasquille, Satire usw.) gebunden ist, zum anderen aber auf explizitem wie implizitem Komödienwissen beruht, soll die Tagung besonders auch den im zeitgenössischen Theoriediskurs eher unterbelichteten Routinen und Selbstverständlichkeiten auf den Grund gehen und nach regionalen bzw. nationalen Gemeinsamkeiten, Unterschieden und Analogien fahnden.

Das Programm zur Tagung finden Sie unter folgendem Link: https://www.germanistik.phil.fau.de/files/2020/01/TagungsprogrammKomödie2020.pdf