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Februar 2019: Neuerscheinung: Jörg Krämer (Hg.): F. W. Gotter/G. A. Benda: Medea. Ein mit Musik vermischtes Drama. Version 1784.

Friedrich Wilhelm Gotter / Georg Anton Benda:
Medea. Ein mit Musik vermischtes Drama. Version 1784.
Kassel: Bärenreiter Verlag 2019 (OPERA – Spektrum des europäischen Musiktheaters in Einzeleditionen Bd. 3)
Herausgeber: Jörg Krämer
Partitur, Kritischer Bericht, Datenträger (USB-Karte), Urtextausgabe
Leinen, XLV / 122 S. – Format 33,1 x 26,4 cm – 224,00 €
Editionsnummer BA 8816-01, ISMN 9790006563777

Beschreibung

Georg Anton Bendas Melodram Medea (1775) war einer der größten Erfolge im deutschen Musiktheater des späten 18. Jahrhunderts. Das Stück nach einem Text von Friedrich Wilhelm Gotter galt rasch als Musterwerk der Gattung. Jahrzehntelang wurde es überall in Mitteleuropa aufgeführt und entfaltete eine enorme Wirkungsgeschichte. Speziell im deutschen Sprachraum bildete das Melodram zwischen 1775 und etwa 1790 einen äußerst populären (und heftig diskutierten) Teil des Musiktheaters, wobei Bendas Medea oft im Mittelpunkt der Debatten stand.

Anders als in der Oper wird im Melodram nicht gesungen, sondern gesprochener Text mit Orchestermusik und Szene verbunden. Die traditionelle Formensprache der Oper (Arie, Rezitativ, Ensemble, Chor) wird aufgelöst und durch ein neuartiges Zusammenwirken von Musik, Sprache und Szene ersetzt. Die Konzentration auf eine einzige Hauptfigur und das rasche, feingliedrige Wechselspiel von gesprochenem Text und Musik ermöglichten es, im Melodram konfliktreiche und widerspruchsvolle Figuren-Psychogramme mit einer neuen Intensität zu entwickeln.

Am Ende seines Lebens überarbeitete Benda Medea noch einmal tiefgreifend neu und zog dabei die Summe seiner praktischen Erfahrungen mit der Bühnenwirkung des Werks. Der Komponist selbst verstand diese spätere, stark veränderte Fassung als die gültige Version des Stücks. Uraufgeführt 1784 in Mannheim, blieb diese spätere Fassung bislang jedoch unbeachtet und wird in der OPERA-Edition erstmals wieder greifbar. Alle bisherigen Ausgaben des Werks – und damit auch alle vorhandenen Einspielungen – beruhen auf der frühen Fassung von 1775.

Der dritte Band der OPERA-Reihe „Medea“ besteht aus dem Leinenband sowie der Edirom auf einer USB-Karte im Scheckkartenformat. Weiterführende Informationen zum Werk und zur OPERA-Reihe finden Sie unter: www.opera-edition.com sowie auf Takte online.