Navigation

19. Juli 2018: Podiumsdiskussion zum Thema „Ohne Leitbilder? Zum Nutzen und Nachteil der Tradition für das Leben“

Hiermit ergeht eine herzliche Einladung zur Podiumsdiskussion zum Thema „Ohne Leitbilder? Zum Nutzen und Nachteil der Tradition für das Leben“

am 19. Juli um 19:30 Uhr in der Orangerie/Wassersaal.

Teilnehmende Diskutierende:
Prof. Andrea Abele-Brehm (Sozialpsychologie)
Prof. Jens Kulenkampff (Philosophie)
Prof. Antje Kley (Amerikanistik)
Prof. Fabian Schäfer (Japanologie)
Jan Georg Tabor, M.A. (German Studies, Brown)

Moderatorin:
Prof. Christine Lubkoll (Literaturwissenschaft)

Ob als demagogisches Narrativ der in europa- und weltweit wiederauflebenden populistischen Strömungen oder, in gemäßigterer Form, als schiere Sehnsucht nach identitätsstiftenden Werten in der Mitte der Gesellschaft – die Klage über den Verlust der Tradition ist in aller Munde. In Deutschland ist etwa polemisch vom „letzten Deutschen“ (Botho Strauß) oder vom bedenklichen Verzicht auf „die eigene Identität, Herkunft und Kultur“ die Rede (Cato 1/2017, Editorial). Dass derlei Tendenzen nicht nur polarisieren, sondern auch zu (struktureller) Gewalt und Ausgrenzung führen können, steht außer Frage. Bei aller Bedenklichkeit lässt sich jedoch eines nicht bestreiten: Tradition gibt zu denken. Denn sie verweist auf das verzwickte und verstrickte Verhältnis zwischen den Seinsweisen in der Welt, den Sprachen, Institutionen und Praktiken, die kulturelles Leben und soziales Miteinander durch die Jahrhunderte hin prägen. Die Podiumsdiskussion versucht aus verschiedenen Fachdisziplinen heraus die Aktualität, das Prekäre und Notwendige der Tradition zu perspektivieren.

Die Diskussion findet im Rahmen eines Workshops (20./21. Juli) zur Anbahnung einer Internationalisierung der FAU (Department Germanistik/Ethik der Textkulturen) mit der Brown University statt.